W+M-Serie: Zukunftsorte im Osten – Teil 25 – Schwarzheide

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Im Jubiläumsjahr der deutschen Einheit stellt WIRTSCHAFT+MARKT 30 Zukunftsorte aus den neuen Ländern vor. Sie stehen stellvertretend für die vielen regionalen Wirtschaftszentren, die für Aufschwung und Zuversicht sorgen. Sie alle eint, dass sie für wirtschaftliche Impulse in weiten Regionen sorgen, dass in diesen Orten zukunftsfähige Branchen zu Hause sind und dass es eine enge Vernetzung mit Wissenschaft und Forschung gibt.

Schwarzheide ist eine amtsfreie Stadt im Landkreis Oberspreewald-Lausitz, im Süden des Landes Brandenburg. Bis Dresden sind es 50 Kilometer, bis Berlin 110 Kilometer. Beginnend mit der Braunkohleförderung in der Lausitz wurde in Schwarzheide chemische Industrie angesiedelt. Zu DDR-Zeiten dominierte vor Ort der VEB Synthesewerk Schwarzheide. Nach der deutschen Einheit siedelte sich auf dem Gelände des Synthesewerks die BASF an. Der Produktionsstandort der BASF Schwarzheide GmbH ist einer der größten Standorte der BASF-Gruppe in Europa. Er ist breit aufgestellt bei der Produktion von funktionalen Materialien und Lösungen. Zum Portfolio gehören Polyurethane, Technische Kunststoffe, Schaumstoffe, Pflanzenschutzmittel, Veredlungschemikalien und Lacke.

Die BASF ist weit und breit der größte Arbeitgeber. In Schwarzheide beschäftigt das Unternehmen rund 2.000 Mitarbeiter. Am BASF-Standort gibt es 17 Produktions- und Infrastrukturanlagen, 12 Kilometer Straßen und Rohrbrücken sowie 20 Kilometer Bahngleise.

Künftig werden bei BASF in Schwarzheide auch Batteriematerialien für Elektrofahrzeuge hergestellt. Dafür entsteht ein völlig neuer Produktionsstandort. Dieser ist Teil eines mehrstufigen Investitionsplans zum Aufbau der europäischen Wertschöpfungskette für Elektrofahrzeuge. Die neue Anlage wird Kathodenmaterialien mit einer Anfangskapazität produzieren, die eine Ausstattung von rund 400.000 vollelektrischen Fahrzeugen pro Jahr mit BASF-Batteriematerialien ermöglicht. Ein modularer Aufbau und die Infrastruktur der Anlage in Schwarzheide erlauben einen schnellen Ausbau der Produktionskapazitäten. Die Anlage in Schwarzheide wird Vorprodukte aus der BASF-Anlage in Harjavalta (Finnland)  verwenden. Das Unternehmen plant, die beiden Anlagen im Jahr 2022 in Betrieb zu nehmen.

W+M-Serie: Zukunftsorte im Osten, Teil 1 – Berlin-Adlershof

W+M-Serie: Zukunftsorte im Osten, Teil 2 – Grünheide in Brandenburg

W+M-Serie: Zukunftsorte im Osten, Teil 3 – Greifswald

W+M-Serie: Zukunftsorte im Osten, Teil 4 – Annaberg-Buchholz

W+M-Serie: Zukunftsorte im Osten, Teil 5 – Barleben

W+M-Serie: Zukunftsorte im Osten, Teil 6 – Eisenach

W+M-Serie: Zukunftsorte im Osten, Teil 7 – Berlin-Marzahn

W+M-Serie: Zukunftsorte im Osten, Teil 8 – Eberswalde

W+M-Serie: Zukunftsorte im Osten, Teil 9 – Neubrandenburg

W+M-Serie: Zukunftsorte im Osten, Teil 10 – Chemnitz

W+M-Serie: Zukunftsorte im Osten, Teil 11 – Bitterfeld-Wolfen

W+M Serie: Zukunftsorte im Osten, Teil 12 – Erfurt

W+M Serie: Zukunftsorte im Osten, Teil 13 – Berlin-Schöneberg

W+M Serie: Zukunftsorte im Osten, Teil 14 – Ludwigsfelde

W+M Serie: Zukunftsorte im Osten, Teil 15 – Parchim

W+M Serie: Zukunftsorte im Osten, Teil 16 – Dresden

W+M Serie: Zukunftsorte im Osten, Teil 17 – Halle

W+M Serie: Zukunftsorte im Osten, Teil 18 – Ilmenau

W+M Serie: Zukunftsorte im Osten, Teil 19 – Berlin-Siemensstadt

W+M Serie: Zukunftsorte im Osten, Teil 20 – Schönefeld

W+M Serie: Zukunftsorte im Osten, Teil 21 – Rostock

W+M Serie: Zukunftsorte im Osten, Teil 22 – Leipzig

W+M Serie: Zukunftsorte im Osten, Teil 23 – Leuna

W+M Serie: Zukunftsorte im Osten, Teil 24 – Jena

W+M Serie: Zukunftsorte im Osten, Teil 25 – Schwarzheide

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