W+M-Serie: Zukunftsorte im Osten – Teil 10 – Chemnitz

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Im Jubiläumsjahr der deutschen Einheit stellt WIRTSCHAFT+MARKT 30 Zukunftsorte aus den neuen Ländern vor. Sie stehen stellvertretend für die vielen regionalen Wirtschaftszentren, die für Aufschwung und Zuversicht sorgen. Sie alle eint, dass sie für wirtschaftliche Impulse in weiten Regionen sorgen, dass in diesen Orten zukunftsfähige Branchen zu Hause sind und dass es eine enge Vernetzung mit Wissenschaft und Forschung gibt.

Chemnitz ist eine kreisfreie Stadt im Südwesten des Freistaates Sachsen. Mit ihrer über 200-jährigen Industriegeschichte ist die Stadt heute ein Technologiestandort mit den Branchenschwerpunkten Automobil- und Zulieferindustrie, Informationstechnologie sowie Maschinen- und Anlagenbau. Zudem gibt es in Chemnitz eine Technische Universität. Die Kernbranchen sind eng vernetzt mit einer breiten Basis aus Unternehmen angrenzender Branchen, vor allem der Werkstoff- und Beschichtungstechnik, Metallverarbeitung, Automatisierungstechnik und Mikrosystemtechnik. Nicht ohne Grund genießt Chemnitz den Ruf eines Zentrums des Maschinenbaus – mehr als 100 Unternehmen sind in diesem Industriezweig tätig. Darüber hinaus finden sich mehr als 500 Maschinenbau- und Zulieferunternehmen im regionalen Umfeld. Die Branche zeichnet sich durch eine über fünfzigprozentige Exportquote aus. Herausragende Kompetenzen im Raum Chemnitz liegen in der Herstellung von Werkzeug-, Textil- und Sondermaschinen sowie in der Automatisierungstechnik. Mehr als 10.000 Fachkräfte sind in diesem Sektor beschäftigt.

Montagehalle des Maschinenbauunternehmens NILES-SIMMONS in ChemnitzFoto: NILES SIMMONS GmbH 

Am Standort haben sich Wirtschaft und Forschung auf verschiedenen Gebieten eng verzahnt.

Ein Beispiel ist der „Smart Systems Campus“, ein Kompetenzzentrum für Mikrosystemtechnik, der „Smart Systems Campus“. In unmittelbarer Nachbarschaft zur Technischen Universität Chemnitz, zum Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik und zum Fraunhofer-Institut für Elektronische Nanosysteme können sich junge, schnell wachsende Start-ups neben den renommierten internationalen Unternehmen ansiedeln.

2017 wurde das Innovationscluster „HZwo – Antrieb für Sachsen“ gegründet, in dem  Entwickler aus der TU Chemnitz, des Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik sowie regionalen Unternehmen mitwirken. Ziel ist es, am Standort Sachsen eine vollständige Wertschöpfungskette für Brennstoffzellenfahrzeuge zu erschließen.

W+M-Serie: Zukunftsorte im Osten, Teil 1 – Berlin-Adlershof

W+M-Serie: Zukunftsorte im Osten, Teil 2 – Grünheide in Brandenburg

W+M-Serie: Zukunftsorte im Osten, Teil 3 – Greifswald

W+M-Serie: Zukunftsorte im Osten, Teil 4 – Annaberg-Buchholz

W+M-Serie: Zukunftsorte im Osten, Teil 5 – Barleben

W+M-Serie: Zukunftsorte im Osten, Teil 6 – Eisenach

W+M-Serie: Zukunftsorte im Osten, Teil 7 – Berlin-Marzahn

W+M-Serie: Zukunftsorte im Osten, Teil 8 – Eberswalde

W+M-Serie: Zukunftsorte im Osten, Teil 9 – Neubrandenburg

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