Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig ist genervt

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Dresden. Der Sächsische Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Sachsens SPD-Vorsitzender und Ostbeauftragter der Bundes-SPD Martin Dulig äußert sich im Gespräch mit W+M kritisch zur neuen Publikation des IWH „Vereintes Land – drei Jahrzehnte nach dem Mauerfall“. “Mich nervt es, dass man nur um Publicity zu bekommen, mit abstrusen Thesen in die Öffentlichkeit geht. Ich halte es deshalb für unverantwortlich, weil wir den Menschen gerade Hoffnung geben wollen und dann kommen solche Wissenschaftler mit scheinbar wissenschaftlichen Methoden, die ich teilweise für fragwürdig halte und erklären den Leuten, Sie seien unproduktiv. So kommt es jedenfalls bei den Leuten an. Und ich lasse mich nicht auf eine Fachdebatte ein, denn die Erfahrung zeigt doch das Gegenteil. Hätten wir in Sachsen nur in Leipzig und Dresden investiert, dann möchte ich nicht wissen, welche Wahlergebnisse wir bereits gehabt hätten. Die Aufgabe von Politik ist es, für Ausgleich zu sorgen. Deshalb sind solche neunmalklugen Vorschläge, das ganze Gegenteil von dem, was brauchen. Wie innovativ ist denn die Idee, nur in die Ballungszentren zu investieren? Das hören wir seit 30 Jahren. Nehmen sie sich mal die Industriekarte Sachsens und sie werden sehen, dass sich die Industrie wie an einer Perlenschnur entlang der Autobahn entwickelt hat. Das heißt, es hat viel mehr mit Infrastruktur zu tun als mit der Frage der Ballungszentren. Diese Vorschläge haben uns 30 Jahre nichts gebracht und sie bringen uns auch heute nichts.“

Foto: W+M

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