Dienstag, 31. März 2020
Start Docter Optics setzt auf hohe Innovationskraft.

Docter Optics setzt auf hohe Innovationskraft.

Optische Automotive-Komponenten

Das für seine hochtechnologische Serienfertigung komplexer optischer Komponenten bekannte Unternehmen baut seinen Stammsitz in Neustadt an der Orla zum Innovations- und Technologiezentrum aus. Nach erfolgreich abgeschlossener Testphase wird auch die Serienherstellung von optischen Komponenten aus dem Kunststoff PMMA aufgenommen.

(Von li.n.re.): LED-Multifunktionslinse, optische Baugruppe, Spezial-Objektive, optische Halbzeuge

Die Erfolgsgeschichte begann 1991 mit der Übernahme der Thüringer Carl-Zeiss-Jena Werke in Eisfeld, Saalfeld und Schleiz durch die 1984 von Bernhard Docter im hessischen Wetzlar gegründete Docter Optic GmbH.

Docter Optic in Wetzlar ist der Pionier in der Serienfertigung von optischen Linsen und anderen Komponenten aus Glas. Aus diesen Anfängen ist heute ein weltweit erfolgreicher Automotive-Zulieferer geworden, die Docter Optics-Gruppe. Zu den Kunden gehören Beleuchtungs- und Scheinwerferhersteller auf der ganzen Welt, die von Docter Optics mit unterschiedlichsten optischen Komponenten beliefert werden. Anfang der 2000er Jahre begann in der Automobilindustrie der Siegeszug der so genannten Projektionsscheinwerfer. In mehr und mehr Fahrzeugen wurde Abblend- und Fernlicht nicht mehr über Reflektoren auf die Straße geworfen, sondern über asphärische Linsen aus optischem Glas. Docter Optics hatte es damals schon zu einer gewissen Meisterschaft gebracht, optische Komponenten in der Heißverformung von Glas effizient herzustellen. Dieses Know-how konnte über die Jahre dank findiger Mitarbeiter immer weiter ausgebaut und mittlerweile auch auf andere Materialien angepasst werden. 2004 stellte Docter Optics sein DOC3D-Verfahren vor, mit dem in Großserie optische Komponenten für die Automotive-Industrie beidseitig gepresst werden konnten. Eine aufwendige Nachbearbeitung der Linsen blieb somit aus.

Auch die Entwicklung von LED-Scheinwerfern wurde durch Technologien aus Neustadt an der Orla befördert, denn schon 2006 stellte Docter Optics auf dem SAE-Kongress in Detroit, USA, die weltweit erste LED-Projektionslinse vor.

Die Innovationszyklen in der Entwicklung und Herstellung von Automobilscheinwerfern werden aktuell immer kürzer. Gleichzeitig erfolgt eine Miniaturisierung der optischen Komponenten bei zunehmender Komplexität der Funktionen. Docter Optics hat deshalb sein Thüringer Stammwerk in Neustadt an der Orla zu einem Innovations- und Technologiezentrum ausgebaut. Dabei ist es das erklärte Ziel, den Kunden des Unternehmens in der Serienherstellung von Freiformlinsen, Asphären, Arrays, Micro-Arrays, Spiegeln, LED-Multifunktionslinsen sowie Lichttunneln jederzeit die erforderlichen individuellen Lösungen bieten zu können. Eine dieser Lösungen ist auch, dass Docter Optics seit 2018 erfolgreich nicht nur optische Komponenten aus Glas, sondern auch aus dem Kunststoff PMMA fertigt.

Docter Optics verfügt neben dem Standort in Neustadt an der Orla über einen weiteren hoch modernen Produktionsstandort in Ceska Lipa (Tschechische Republik) und über Vertriebsniederlassungen in China, Japan, Korea und den USA.

Aus der Historie ebenso erfolgreich gewachsen sind auch die Geschäftsbereiche Optical Systems, Precision Glass Components und Express Glass Services. Aufgrund der Synergien zwischen den historischen Wurzeln und der neuen innovativen Produktionsmethoden ist Docter Optics bis heute ein verlässlicher Partner für die OEM-Produktion von Spezialobjektiven sowie der Assemblierung von optomechanischen und optoelektronischen Geräten. Express Glass Services fertigt optische Halbzeuge für die Industrie und Institute in ganz Europa.

www.docteroptics.com/de

Foto: Docter Optics/MBC

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