Samstag, August 30, 2025

Stabile Geschäftsentwicklung der Ost-Sparkassen

Berlin. Die 43 im Ostdeutschen Sparkassenverband (OSV) organisierten Sparkassen in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt verzeichneten im ersten Halbjahr 2025 eine insgesamt stabile Geschäftsentwicklung mit positiven Impulsen im Privatkundengeschäft und einer dynamischen Kreditvergabe.

Die Einlagen der Privatkunden bei den Ost-Sparkassen stiegen im ersten Halbjahr 2025 um 821,5 Millionen Euro auf insgesamt 112,4 Milliarden Euro. Zugleich gingen die Gesamteinlagen aufgrund des Einlagen-Abbaus durch Unternehmen und öffentliche Haushalte auf 133,3 Milliarden Euro (-0,7 Prozent) zurück. In der langfristigen Betrachtung zeigt sich ein deutliches Einlagenwachstum.

2024 konnte der Rückgang im Neukreditgeschäft der Sparkassen gestoppt werden. Im ersten Halbjahr 2025 zog es wieder an und erreichte ein Volumen von knapp sechs Milliarden Euro. 3,1 Milliarden Euro davon wurden für den Wohnungsbau zugesagt.

„Das hohe Preisniveau im Wohnungsbau und der allgemeinen Lebenshaltung, beachtliche Bau-Nebenkosten, kombiniert mit einer nach wie vor überbordenden Vorschriftendichte für Bauvorhaben bremsen aber noch immer das Geschehen in diesem Sektor“, so Ludger Weskamp, Geschäftsführender Präsident des OSV.

Für das Gesamtjahr 2025 erwartet der Verband ein Neukreditgeschäft in Höhe von mindestens elf Milliarden Euro. Die Sparkassen bleiben damit eine wichtige Säule der regionalen Wirtschaftsentwicklung.

Besonders ausgeprägt war das Wachstum der Neuzusagen im Kreditgeschäft mit Privatkunden. Aber auch die Kreditzusagen an Unternehmen und Selbstständige wuchsen deutlich stärker, als die gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Die Neuzusagen an Unternehmen und Selbstständige stiegen um 15 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro

Angesichts der positiven Entwicklung bei den Privatkundeneinlagen und der dynamischen Kreditvergabe erwarten die OSV-Sparkassen für das Gesamtjahr 2025 ein weiterhin moderates Wachstum. Zugleich belasten die ständig steigenden regulatorische Kosten dieGeschäftsentwicklung. Das für 2025 prognostizierte Betriebsergebnis wird voraussichtlich bei rund 2,1 Milliarden Euro liegen, 2,1 Prozent unter dem besonders hohen Vorjahreswert. Die Sparkassen investieren dynamisch in die energetische und digitale Modernisierung, dadurch stiegen die Aufwendungen. Andererseits wirkt die Marktzinsentwicklung belastend auf den Zinsüberschuss. Entlastend machen sich die vergleichsweise niedrige Kredit- und Wertpapierrisikovorsorge bemerkbar. 

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