Freitag, Februar 23, 2024

Bürgschaftsbank Brandenburg verbürgt mehr als 100 Millionen Euro neue Kredite  

Potsdam. Die Bürgschaftsbank Brandenburg verzeichnet eine wachsende Nachfrage nach Bürgschaften. Getrieben wurde das Wachstum 2022 erneut insbesondere durch Unternehmensnachfolgen und deren hohe Verkaufspreise. Jede dritte ausgereichte Bürgschaft unterstützt eine Unternehmensnachfolge. Erstmals seit 2010 durchbricht das Volumen der neu verbürgten Kredite wieder die 100 Millionen-Euro-Grenze.

2022 übernahm die Bürgschaftsbank Brandenburg insgesamt 219 Bürgschaften mit einem Kreditvolumen von 101 Millionen Euro. Das entspricht einer Steigerung von knapp 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit entwickelt sich die Bürgschaftsvergabe in Brandenburg entgegen dem bundesdeutschen Trend (-1 Prozent). „In unsicheren Zeiten werden Bürgschaften interessanter. Die Schmerzen der Krise sind jetzt deutlich spürbar. Wir verzeichnen trotz unseres Wachstums auch steigende Ausfälle. Die Insolvenzwelle ist zwar noch ausgeblieben, aber wir bemerken besonders in der Industrie bereits Arbeitsplatzverluste“, erklärt Dr. Miloš Stefanović, Sprecher der Geschäftsführung der Bürgschaftsbank Brandenburg mit Sitz in Potsdam.

Mit den vergebenen Bürgschaften konnten Brandenburger Unternehmen 172 Millionen Euro in ihre Vorhaben investieren. In 2022 verbürgte Unternehmen schufen fast 700 neue Arbeitsplätze. Starke Verschiebungen brachte das Geschäftsjahr bei der Branchenverteilung der ausgereichten Bürgschaften. 28 Millionen Euro ging an Handwerksunternehmen. Ebenfalls stark gewachsen ist die Bürgschaftsnachfrage aus der Industrie. Deutlich abgeschwächt hat sich der Bedarf an Bürgschaften bei Unternehmen aus dem Handel.

Insgesamt haben alle Bürgschaftsbanken in Deutschland 2022 kleine und mittelständische Unternehmen mit mehr als 4.800 Bürgschaften mit einem Volumen von 1,93 Milliarden Euro unterstützt. Brandenburg belegt sowohl nach Stückzahl als auch nach Bürgschaftsvolumen im Vergleich der Bürgschaftsbanken bundesweit den 7. Platz. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt würde das Land Brandenburg Platz elf belegen.

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