Freitag, Dezember 2, 2022

Fraunhofer IWU baut Kunststoff-Forschung in Zittau aus

Zittau. Gemeinsam mit den Unternehmen der Region hat das Kunststoffzentrum Oberlausitz, der Zittauer Institutsteil des Fraunhofer IWU, seit seiner Eröffnung 2016 zahlreiche anwendungsreife Technologie- und Produktinnovationen in den Bereichen Kunststoffverarbeitung, additive Fertigung, Leichtbau, Biocomposites und Wasserstofftechnologien geschaffen. Den steigenden Bedarf an Forschungsleistungen beantwortet das Fraunhofer IWU nun mit der Erweiterung seines Forschungszentrums in Zittau.

Zum hochmodernen Maschinenpark zählen nun innovative Anlagen zur additiven Fertigung großer Metall- und Kunststoffbauteile etwa für die Luft-fahrt, den Energieanlagenbau oder das Bauwesen, aber auch Maschinen zur wirtschaftlichen Herstellung naturfaserverstärkter Leichtbaustrukturen – beispielsweise für Verkleidungsteile in PKW und Schienenfahrzeugen.

Der sich in der Lausitz dynamisch entwickelnde Branchenschwerpunkt mit Kunststoffprodukten findet im Zittauer Technikum des Fraunhofer IWU einen idealen Forschungs- und Entwicklungspartner. »Mit der Erweiterung unseres Forschungszentrums in Zittau bleiben wir Vorreiter und Impulsgeber auf dem Gebiet der Kunststoff- und Leichtbautechnik im Dreiländereck. Wir werden auch künftig den Transfer von Forschungsergebnissen in innovative Anwendungen und Produkte eng begleiten. Genau hier sehen wir unseren Beitrag für einen erfolgreichen Strukturwandel in der Oberlausitz«, unterstreicht Prof. Welf-Guntram Drossel, geschäftsführender Institutsleiter des Fraunhofer IWU.

Dank des erweiterten Maschinenparks kann das Kunststoffzentrum nicht zuletzt seine Forschungen an industriellen Prozessen zur Herstellung komplexer Leichtbauteile aus faserverstärkten Kunststoffen beispielsweise mit Rezyklatanteilen, Naturfasern und anderweitigen biogenen Füllstoffen intensivieren. Ein wichtiger Inkubator für die Erforschung wirtschaftlicher Herstellungsverfahren für naturfaserverstärkte Kunststoffe (NFK) am Standort Zittau ist das mit rund zwölf Millionen Euro durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Industrie finanzierte Großforschungsprojekt LANDER³ (Lausitzer Naturfaserverbundwerkstoffe Dezentrale Energie, Rohstoffe, Ressourcen, Recycling) der Hochschule Zittau/Görlitz.

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