Elf Millionen Euro für Zukunftstechnologien in Schkopau

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Schkopau. Der Bereich Polymerverarbeitung am Fraunhofer-Pilotanlagenzentrum für Polymersynthese und -verarbeitung PAZ in Schkopau ist aus Mitteln der Europäischen Union, des Landes Sachsen-Anhalt und der Fraunhofer-Gesellschaft für insgesamt gut 11 Millionen Euro erweitert worden.

Die Investitionen bieten deutlich verbesserte Möglichkeiten für die Herstellung von thermoplastischen Faserverbund-Bauteilen in Großserie. Diese Technologie ist besonders wichtig für den automobilen Leichtbau. Die Forschungsarbeiten zielen auf die Herstellung hoch belastbarer Kunststoffbauteile in Zykluszeiten von unter einer Minute ab. Ein zweiter Schwerpunkt des erweiterten Profils liegt auf innovativen Kautschuktechnologien, die eine Optimierung bei Haftung (Rollwiderstand), Verschleiß und Abrieb (geringere Mikroplastik-Belastung der Umwelt) von Reifen sowie verbesserte Möglichkeiten zur Kreislaufnutzung (Runderneuerung, Recycling) erlauben.

„Aktuell sehen wir bei unseren Kunden aus der Kunststoffindustrie ein sehr starkes Interesse an Lösungen aus der Bioökonomie und Kreislaufwirtschaft. Ich freue mich sehr, dass wir mit den erweiterten Möglichkeiten in Schkopau wichtige Beiträge für innovative Leichtbaumaterialien liefern werden und darüber hinaus die Arbeiten zu nachhaltigen Reifenmaterialien weiter ausbauen können«, sagt Prof. Matthias Petzold, kommissarischer Leiter des Fraunhofer IMWS. Seit 2005 werden im Fraunhofer-Pilotanlagenzentrum für Polymersynthese und -verarbeitung PAZ in Schkopau neue Polymer-Produkte und innovative Technologien entlang der gesamten Wertschöpfungskette entwickelt – vom Monomer über die Polymersynthese und Kunststoffverarbeitung im Pilotmaßstab bis hin zum geprüften Bauteil nach Maß. In dieser Kombination und Größenordnung ist das Fraunhofer PAZ einmalig in Europa.

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