W+M-Serie: Die Transformation der ostdeutschen Energiewirtschaft – Teil 2 – Thüringen forscht zu Wasserstoff-Technologien

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Die Energiewende ist das Fundament der Transformation der Wirtschaft. Doch der Ausbau der Erneuerbaren Energien stockt. Auch in Ostdeutschland, das bisher als Vorreiter beim Umbau der Energieversorgung galt, ist eine neue Kraftanstrengung vonnöten. WIRTSCHAFT + MARKT bilanziert den Status Quo und die Perspektiven der Energiewende in den ostdeutschen Bundesländern.

Teil 2: Thüringen forscht zu Wasserstoff-Technologien

Auch in Thüringen hat die Landesregierung mittlerweile eine Wasserstoff-Strategie beschlossen. Wasserstoff soll demnach in Bereichen zum Einsatz kommen, in denen sich eine Dekarbonisierung durch andere Technologien als schwierig erweist. Das können etwa Hochtemperatur-Industrieprozesse und der Verkehrssektor sein. Ein neues Forschungszentrum – das Institut für angewandte Wasserstoffforschung – soll in Sonneberg seine Arbeit aufnehmen, ein zweiter Forschungscampus im Industriegebiet „Erfurter Kreuz“.

In Thüringen tragen darüber hinaus rund 37.800 Solaranlagen zur Energiewende bei. Damit werden 16 Prozent des Stromverbrauchs im Freistaat aus der Kraft der Sonne gewonnen. Ausgeschöpft ist das Potenzial aber noch nicht: Besonders Flächen entlang von Autobahnen oder Bahnstrecken sowie Altlastensanierungsflächen bieten sich für weitere Solarkraftwerke an.

Dagegen ist Thüringen bei der Windkraft eher Mittelmaß. 837 Wind-Anlagen zählte das Land 2020. Beim Zubau im ersten Halbjahr 2021 lag Thüringen bundesweit nur auf Platz acht. Im Freistaat wurden aber immerhin die größten und leistungsstärksten neuen Anlagen installiert. Bis 2025 werden in Thüringen jedoch rund 200 Windräder mit einer Gesamtleistung von rund 170 Megawatt aus der staatlichen EEG-Förderung fallen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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