Premiere: Der W+M-Fragebogen – Dr. Stephan Lowis

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Was heißt es, in heutigen Zeiten Unternehmer oder Manager zu sein? Welche Ziele, Werte und Visionen stehen im Fokus – sowohl privat als auch beruflich?
Wirtschaft+Markt fragt Persönlichkeiten der ostdeutschen Wirtschaft im W+M-Fragebogen

 

Heute: Dr. Stephan Lowis
Vorstandsvorsitzender der envia Mitteldeutsche Energie AG

Geboren bin ich bin am 24. Januar 1969 in Erkelenz. Nach einer Ausbildung als Bankkaufmann habe ich Volkswirtschaftslehre an der Universität Köln mit dem Abschluss Diplom-Volkswirt studiert und erlangte dort auch meine Doktorwürde. 2005 erfolgte der Einstieg in die Energiewirtschaft bei der RWE AG in Essen. Nach verschiedenen Führungspositionen war ich zuletzt im RWE-Konzern als Chief Financial Officer bei der damaligen RWE-Tochtergesellschaft innogy SE im Segment Netz und Infrastruktur tätig.

Heute bin ich:

Vorstandsvorsitzender der envia Mitteldeutsche Energie AG (enviaM) mit Sitz in Chemnitz und Vorsitzender der Geschäftsführung der MITGAS Mitteldeutsche Gasversorgung GmbH mit Sitz in Kabelsketal.

Lebensmotto:

Carpe diem – Nutze den Tag.

STARTSCHUSS

1. Wie heißt Ihr Unternehmen und wann wurde es gegründet?

Das Unternehmen, das ich führe, heißt envia Mitteldeutsche Energie AG (enviaM). Es wurde 2002 gegründet.

2. Was ist die Kernkompetenz Ihres Unternehmens?

Wir sind der führende regionale Energiedienstleister in Ostdeutschland und versorgen rund 1,3 Millionen Kunden mit Strom, Gas, Wärme und Energiedienstleistungen.

3. Was hat Sie zum Unternehmen geführt?

Die Frage eines weitsichtigen Menschen.

4. Geborener Unternehmer oder Spätberufener?

Spätberufener.

5. Was war Ihre bisher erfolgreichste Idee als Unternehmer?

Der Börsengang der innogy SE.

6. Und wo haben Sie sich getäuscht?

Die Liste ist zu lang J…

LAUFBAHN

1. Was zeichnet einen guten Chef aus?

Zuhören und entscheiden.

2. Und was einen guten Mitarbeiter?

Sachlicher Widerspruch.

3. Welche wichtigen Eigenschaften sollte ein Unternehmer haben?

Chancen zu erkennen und Risiken abzumildern – so gut es geht.

4. Ihre Passion als Unternehmer: Entwickeln, verkaufen oder organisieren?

Entwickeln und dann verkaufen. Das Organisieren überlasse ich denen, die es besser können.

5. Was verbindet Sie mit Ihrem Produkt oder Ihrer Dienstleistung?

Herzblut.

6. Und wohin soll die Reise Ihres Unternehmens gehen?

Wir wollen die Nummer eins in Ostdeutschland bleiben.

ZWISCHENSPRINT

1. In einem Satz: Ein Buch, dass Sie jederzeit empfehlen würden und warum?

John Grisham: Die Firma; weil es spannend ist und viele Wendungen hat, die man als Leser so nicht kommen sieht.

2. In einem Satz: Ein Musikstück, das Sie immer wieder hören können?

The Cranberries: Zombie.

3. Etwas wobei Sie sich entspannen können?

Laufen.

4. Ein Lieblingsplatz in der Welt?

Langeoog.

AUSDAUERTEST

1. Was bedeutet für Sie Heimat?

Heimat ist für mich ein Gefühl und kein Ort.

2. Wenn Sie drei Dinge – ideell oder finanziell – unterstützen könnten oder es bereits tun, welche wären/sind dies?

– Kinder schützen.
– Klimawandel bekämpfen.
– Opfern von Katastrophen helfen.

3. Wenn Sie nicht Unternehmer geworden wären, was wären Sie dann gerne geworden?

Irgendetwas in der Lehre oder Wissenschaft.

ZIELEINKUNFT

1. Welche Vision von der Zukunft fasziniert Sie?

Die, in der wir nicht alles wissen, aber es dennoch schaffen, uns zurechtzufinden und neue Dinge herauszufinden.

2. Und welche bereitet Ihnen Sorge?

Eine problemlose Zukunft – was wäre dann unsere Aufgabe beziehungsweise womit würden sich Menschen dann beschäftigen?

3. Zum Abschluss: Ein Rat an junge Menschen?

Macht das, was euch langfristig Spaß bereitet, alles andere wird euch nicht zufriedenstellen.

 

 

 

 

 

 

 

 

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