„Einigkeit in Vielfalt“ – Faktor für eine erfolgreiche Energiewende in Ostdeutschland

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Ein Beitrag von Bodo Rodestock, Vorstand für Finanzen/IT/Personal der VNG AG

VNG ist seit mehr als 60 Jahren in Ostdeutschland fest verankert. Als Energieunternehmen mit der Kernkompetenz Erdgas begleiten wir die Energiewende mit spezifischem Blick auf die neuen Bundesländer und sehen zwei wesentliche Ziele für ein Nachhaltiges Wirtschaften in Zeiten des Klimawandels: Zum einen das Erreichen der nationalen und europäischen Klimaziele – mit dem übergeordneten Ziel der Klimaneutralität bis 2050. Mit Blick auf unsere unternehmerische Ausrichtung und unserem Antrieb, erfolgreich die Transformation von Gas zu vollziehen, legen wir mit unserer unlängst aktualisierten Strategie VNG 2030+ den Fokus hierbei noch stärker auf die Entwicklung dekarbonisierter Geschäftsfelder mit grünen Gasen und digitaler Infrastruktur.

Das zweite Ziel für eine erfolgreiche Energiewende in Ostdeutschland sehen wir im Erhalt und dem Schaffen von regionaler Wertschöpfung – eine Herausforderung, die aufgrund der demographischen und wirtschaftsstrukturellen Gegebenheiten der Region nach einer besonderen Betrachtung verlangt: Sei es die vielfältige Betriebsgrößenstruktur, die die ostdeutsche Unternehmenslandschaft kennzeichnet, der offene und erfindungsreiche Umgang mit Veränderungs- und Transformationsprozessen, eine mannigfaltig ausgeprägte Forschungskultur sowie eine sich breit entwickelnde Start-up-Szene – die ostdeutschen Bundesländer verfügen grundsätzlich genau über jene Akteure und Charakteristika, die es braucht, um den hiesigen Wirtschaftsstandort sukzessive zu stärken.

Es ist eben diese Vielfalt, die in ihrem Zusammenspiel aus unterschiedlichen Akteuren der Politik, Wirtschaft und Wissenschaft die ostdeutsche Energielandschaft maßgeblich prägt und gemein-sam den Wandel zu einer klimaneutralen Wirtschaft aktiv begleiten will. Im wörtlichen Sinne also eine „Einigkeit in Vielfalt“, die die ökonomischen, ökologischen und sozialen Besonderheiten in Ostdeutschland formt und so zu einem erfolgreichen Gelingen der Energiewende in dieser Region beitragen will und kann.

Wir müssen uns nur noch stärker bewusst machen, dass wir diese Potenziale hier in der Region haben – und diese auch als Chance nutzen sollten. Als ostdeutsche Region haben wir Zugang zu allen Energieträgern – perspektivisch auch zu Wasserstoff als Zukunftstechnologie. Insbesondere groß angelegte Kooperationen und Projekte – wie exemplarisch das Engagement rund um Wasserstoff verdeutlicht – werden regional sowohl in Politik als auch Wissenschaft und Wirtschaft bereits stark vorangetrieben. Doch könnten solche Kooperationen ein noch größeres Wertschöpfungspotenzial entfalten, wenn sie zukünftig auch länderübergreifend gedacht und umgesetzt würden.

Im Kern liegt der Schlüssel zum Erfolg im Verzahnen von Energieträgern, Akteuren und Kompetenzen – nicht nur, aber auch in Ostdeutschland. Genau hier bietet das ostdeutsche Wirtschaftsforum als Netzwerk die Gelegenheit, nimmt die besonderen Anforderungen und Fragestellungen der ostdeutschen Bundesländer in den Blick und vermag wirtschaftliche und strukturelle Chancen abzuleiten – für eine erfolgreiche Energiewelt von morgen.

Bodo Rodestock Foto: W+M

Der Autor: Bodo Rodestock, Vorstand für Finanzen/IT/Personal der VNG AG, Mitglied im Advisory Board des OFZUKUNFT – des Ostdeutschen Wirtschaftsforums.

 

 

 

 

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