Boxberg soll Forschungsstandort für grüne Carbonfasern werden

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Boxberg. Der Kraftwerksstandort Boxberg soll in den kommenden Jahren eine neue Zukunftsperspektive im Bereich der Forschung und Nutzung von Carbonfasern erhalten. Eine entsprechende Absichtserklärung haben die Lausitz Energie Kraftwerke AG und Lausitz Energie Bergbau AG (LEAG), das Sächsische Staatsministerium für Regionalentwicklung und drei Wissenschaftseinrichtungen – das Exzellenzcluster MERGE der TU Chemnitz, das Fraunhofer-Instituts für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik (IWU) und das Fraunhofer-Instituts für Angewandte Polymerforschung (IAP) – unterzeichnet.„InnoCarbEnergy, das gemeinsame Projekt zur Forschung und Entwicklung von Leichtbau-Strukturen, wird einen besonderen Beitrag zur Stärkung der Wirtschaftskraft der Region leisten. Für den Standort Boxberg eröffnet sich nun ein Weg in ein neues Industriezeitalter“, erklärte Staatsminister Thomas Schmidt.

Im ersten Schritt soll am Standort Boxberg eine vollausgestattete Forschungs-Pilotlinie zur Herstellung von Carbonfasern aufgebaut werden, um neuartige Fertigungsverfahren und zugehörige Methoden des Energiemanagements zu entwickeln und unter praxisnahen Bedingungen zu erproben. In weiteren Schritten ist geplant, die Pilotlinie um textilbildende und kunststofftechnische Fertigungsmodule sowie automatisierte Schnittstellen für die energieeffiziente Bauteilherstellung zu ergänzen. Ziel ist es, mit vor Ort angesiedelten Unternehmen carbonfaserverstärkte Leichtbaustrukturen und -systeme zu entwickeln, die in mobilen Anwendungen (etwa beim Automobil-, Schiff-, Schienenfahrzeug- und Anlagenbau oder in der Luft- und Raumfahrt) genutzt werden.

„Bereits heute können durch die Kombination von Materialien – insbesondere mit Carbonfasern – enorme Gewichtsvorteile von 30 bis 50 Prozent gegenüber klassischen Bauteilen erreicht werden, die ausschließlich aus Aluminium bzw. Stahl bestehen. Aus diesem Grund sehen die Projektbeteiligten in dem Vorhaben InnoCarbEnergy sehr großes Potenzial, nicht nur für einen „bezahlbaren“ Leichtbau, sondern auch für die Region. Mehr.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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