Die 10 wichtigsten Fördermöglichkeiten für Gründer

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Während der Gründungsphase sehen sich viele Gründer vor einige Herausforderungen gestellt, da es viele Dinge gibt, die beachtet und gut durchdacht werden müssen. Zum einen gibt es den Businessplan, der erstellt werden muss und der für die Selbstständigkeit äußerst wichtig und hilfreich ist – vorausgesetzt, er ist solide und wasserdicht. Doch einen solchen Plan zu schreiben, kostet auch viel Zeit und Nerven, da es ein ausgiebiges Auseinandersetzen und viele Berechnungen erfordert. Hinzu kommt noch das Thema Finanzierung, welches ebenfalls viele Gründer vor große Probleme stellt.
Als Gründer stehen Sie jedoch nicht allein da – inzwischen gibt es sehr viele Möglichkeiten für Unterstützung und Förderung. Deswegen haben wir Ihnen die zehn wichtigsten Fördermöglichkeiten für Gründer zusammengestellt. Von Dr. Christian Hadan.

Dr. Christian Hadan, Rechtsanwalt und Spezialist für Handels- und Gesellschaftsrecht bei SBS LEGAL., Foto: Kanzlei SBS LEGAL

1. In den Startlöchern der Selbstständigkeit: Die Beratungsförderung

Es gibt unzählige Dinge, die es in der Gründungsphase zu beachten gilt, da gerade hier auch vieles schiefgehen kann. Deswegen ist es äußerst sinnvoll, sich von einem Experten mit viel Erfahrung beraten zu lassen, besonders wenn man gerade erst am Anfang der Gründung und der Selbstständigkeit steht. Zu diesem Thema wurden bereits Studien aufgestellt, welche beweisen, dass die Erfolgsaussichten einer Gründung erhöht werden, wenn ein Beratungsangebot in Anspruch genommen wird. Aus diesem Grund werden Beratungsleistungen staatlich gefördert, indem der Staat einen Großteil des Beraterhonorars übernimmt.

Zum einen bietet das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) ein Existenzgründungsportal mit Kontaktmöglichkeiten für die Beratungsförderung an. Zum anderen ist auf der Gründerplattform des BMWi alles rund um die Gründung zu finden – von passenden Finanzierungsmöglichkeiten über eine Vorlage für den Businessplan bis hin zu einer kostenlosen Prüfung Ihres Businessplans.

Auch auf der Seite des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) finden Sie weitere Informationen sowie diverse Telefonnummern und Anschriften rund um die Unternehmensberatung.

2. Geförderte KfW-Kredite für Gründer und Selbstständige

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bietet geförderte Kredite für Gründer und Selbstständige an. Diese sind speziell auf die Bedürfnisse von Entrepreneuren zugeschnitten und haben den Vorteil, dass sie deutlich zinsgünstiger sind als gewöhnliche Bankkredite. Zudem bieten sie tilgungsfreie Anlaufjahre und können teilweise sogar ohne Eigenkapital aufgenommen werden.

3. Gründungszuschuss für Empfänger von ALG I

Als finanzielle Unterstützung in der Anfangsphase der Selbstständigkeit dient der Gründungszuschuss Empfängern von Arbeitslosengeld (ALG) I. Der Gründer erhält bis zu 15 Monate lang einen Zuschuss in Höhe von 300 Euro zur sozialen Absicherung, da ein Unternehmen nur sehr selten vom ersten Tag an profitabel ist.

4. Einstiegsgeld für Empfänger von ALG II

Empfänger des ALG II können das Einstiegsgeld beantragen, wenn sie sich selbstständig machen möchten. Die Höhe der Förderung wird dabei individuell bemessen und der Zuschuss maximal 24 Monate lang gezahlt.

5. Mezzaninfinanzierungen zur Stärkung der Eigenkapitalbasis

Mezzaninfinanzierungen bieten kleinen Unternehmen die Möglichkeit, die Eigenkapitalbasis um bis zu 50.000 Euro zu stärken, wodurch die Chancen, einen weiteren Kredit zu erhalten, deutlich erhöht werden. In erster Linie richtet sich der Fonds an Betriebe, welche ausbilden, aus der Arbeitslosigkeit gegründet oder von Frauen und Menschen mit Migrationshintergrund geführt werden.

6. High-Tech Gründerfonds für junge High-Tech-Unternehmen in Deutschland

Seit September 2005 investiert der High-Tech Gründerfonds (HTG) gezielt in junge High-Tech-Unternehmen in Deutschland. In den 576 Millionen Euro schweren Fonds haben neben dem Bund über das BMWi und die KfW-Bankengruppe auch die Industrieunternehmen Deutsche Telekom, Siemens, BASF, Robert Bosch, Carl Zeiss und Daimler investiert. Der HTG bietet nicht nur eine Finanzierungsmöglichkeit, sondern auch ein starkes Netzwerk und Coachingmöglichkeiten.

Die Website des High-Tech Gründerfonds bietet, je nachdem, in welchem speziellen Bereich Sie gründen möchten, Kontaktmöglichkeiten zu verschiedenen Mitarbeitern.

7. EXIST-Gründerstipendium für Studierende sowie Absolventen und Wissenschaftler aus Hochschulen

Studierende sowie Absolventen und Wissenschaftler aus Hochschulen haben die Möglichkeit, mit dem EXIST-Gründerstipendium gefördert zu werden. Auch Mitglieder außeruniversitärer Forschungseinrichtungen und Gründerteams können sich für das Stipendium bewerben. Das Stipendium läuft maximal ein Jahr und bietet dem Gründer maximal 30.000 Euro für Sachausgaben, 5.000 Euro für Coachingmaßnahmen sowie bis zu 3.000 Euro monatlich zur Sicherung des persönlichen Lebensunterhalts. Auch das EXIST-Gründerstipendium wird vom BMWi gefördert. Über diesen Link gelangen Sie zu der offiziellen EXIST-Website, die alle Informationen rund um das Gründerstipendium enthält.

8. Business Angels

Bei den Business Angels handelt es sich um Privatpersonen, welche mit ihrem privaten Vermögen in vielversprechende junge, innovative und wachstumsstarke Unternehmen investieren. Zudem sind sie aktive Wagniskapitalgeber, indem sie dem Unternehmen ihr Know-How sowie ihr Netzwerk zur Verfügung stellen. In der Regel investieren sie in einer sehr frühen Phase, nämlich bereits während oder kurz nach der Gründung. Im Gegenzug erhalten die Business Angels für die Unterstützung Anteile an dem Unternehmen. Das Business Angels Netzwerk Deutschland hilft und unterstützt bei der Suche nach einem passenden Business Angel. Hier geht es direkt zur Kontaktanfrage.

9. INVEST – Zuschuss für Wagniskapital

Junge und innovative Unternehmen sind oft auf der Suche nach einem Kapitalgeber. Mit dem INVEST-Förderprogramm soll solchen Unternehmen bei der Suche geholfen werden. Auch sollen private Investoren zur Bereitstellung von Wagniskapital angeregt werden. Die Investoren erhalten durch das BAFA 20 Prozent der investierten Summe rückerstattet. Dies bedeutet wiederum, dass jedes Investment zu einem Fünftel vom Staat bezuschusst wird.
Ein Start-Up muss zunächst einen Antrag beim BAFA stellen, um das Prädikat „förderfähig für INVEST“ zu erhalten.

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle
Referat 411 – INVEST Wagniskapital, Herstellerabschläge, Digitale Dividende
Frankfurter Straße 29 – 35
65760 Eschborn
Telefon: 06196 908-1964
Fax: 06196 908-1442
Website: https://www.bafa.de/DE/Wirtschafts_Mittelstandsfoerderung/Beratung_Finanzierung/Invest/invest_node.html

10. Regionale Förderprogramme und kostenlose Fördermittelauskunft

Neben den aufgelisteten Fördermöglichkeiten gibt es je nach Bundesland auch viele weitere regionale Förderprogramme, wodurch es gar nicht so leicht ist, den Überblick zu behalten. Die Initiative „Deutschland startet“ bietet aus diesem Grund eine kostenlose Fördermittelauskunft an. Alle relevanten Informationen zu Fördermitteln bei der Existenzgründung erhalten Sie unter der Rufnummer 0800 58 95 505.

Unterstützung für Gründer
Auch die Kanzlei SBS Legal steht Ihnen mit ihren spezialisierten und erfahrenen Anwälten bei allen Fragen zur Gründung zur Seite. Das Team der Rechtsanwälte für Handels- und Gesellschaftsrecht, Vertriebsrecht und MLM-Recht von SBS Legal in Kooperation mit den spezialisierten Anwälten und Steuerberatern von SBS Tax stellt Ihnen einen ganzheitlichen Service für Ihr Unternehmen zur Verfügung.

 

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