Ex-Ministerpräsident Stolpe fordert Gerechtigkeit für Ostdeutsche

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Potsdam. Brandenburgs Ex-Ministerpräsident Manfred Stolpe (SPD) hat Gerechtigkeit für die Menschen im Osten angemahnt, berichtet die Märkische Allgemeine. „Die Menschen in Ostdeutschland müssen gerecht behandelt werden, sonst laufen sie immer mehr den Populisten hinterher“, sagte Stolpe der Zeitschrift Superillu. Dass im Osten Deutschlands viele gegen die Regierungspolitik protestierten und die AfD wählten, sieht Stolpe auch als Erbe der Nachwendezeit. „Der Osten Deutschlands hat die Wiedervereinigung möglich gemacht und damit die Verantwortung der Siegermächte des Zweiten Weltkrieges beendet. Das wird nicht genug anerkannt.“ In Ostdeutschland habe sich ein Gefühl der Zweitrangigkeit breitgemacht. Manche schauten neidisch auf die Unterstützung von Flüchtlingen durch den Staat und meinten, sie als Verlierer der Wiedervereinigung würden wieder benachteiligt. Der heute 82 Jahre alte Stolpe war von 1990 bis 2002 Regierungschef in Brandenburg. Mehr

Foto: Ralf Hirschberger/dpa

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