Ist Ostdeutschland von den Russlandsanktionen am härtesten betroffen?

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Eine Gruppe ostdeutscher CDU-Politiker fordert in einem offenen Brief weniger strikte Öl- und Gassanktionen, weil die Abhängigkeit Ostdeutschland von Russland im Energiesektor besonders hoch ist. Die Absender des Briefs sind die wirtschaftspolitischen Sprecher aus den fünf ostdeutschen CDU-Landtagsfraktionen. Ihre Forderung an die Bundesregierung ist, dass sie bei den  amerikanischen und europäischen Bündnispartnern dafür wirbt, dass Deutschland Öl- und Gasembargos nicht so konsequent durchführen kann, wie das andere Länder tun. Die Gefahr, dass Unternehmen aus dem Osten ins Ausland abwandern, wenn Energie nicht mehr zu beherrschbaren Preisen verfügbar ist, besteht.

Die besondere Abhängigkeit des Ostens bestätigt auch ifo-Experte Prof. Joachim Ragnitz. Einerseits werde der Westen Deutschlands stärker von Norwegen beliefert, anderseits seien die Einkommen im Osten niedriger, so dass die steigenden Energiepreise problematischer sind.

 

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