Stefan Moschko bleibt Präsident der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg

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Berlin. Stefan Moschko steht weiter an der Spitze der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB). Die Mitglieder des Dachverbands der Wirtschaft in der Hauptstadtregion bestätigten ihn auf ihrer Versammlung am Donnerstag einstimmig im Amt. Moschko hatte es 2021 von Dr. Frank Büchner übernommen, der in den Ruhestand gegangen war.
Er verantwortet als Leiter People & Organization Germany die gesamte operative Personalarbeit der Siemens AG in Deutschland. Er war kürzlich auch als Vorstandsvorsitzender des Verbands der Metall- und Elektroindustrie in Berlin und Brandenburg (VME), des größten UVB-Mitgliedsverbands, wiedergewählt worden.
Als Vizepräsident neu gewählt wurde Björn Fromm, Geschäftsführer Edeka Fromm und Präsident des Handelsverbands Berlin-Brandenburg. Bestätigt als Vizepräsidenten wurden Christian Andresen, Geschäftsführender Gesellschafter der The Mandala Hotel GmbH und Präsident des Hotel- und Gaststättenverbands Berlin, Gundula Fehmer, Geschäftsführerin der Reinhold Fehmer GmbH und Dr. Christian Matschke, Vorstand der Berlin-Chemie AG und Vorstandsvorsitzender des Verbands der Chemischen Industrie, Landesverband Nordost.
Neu im UVB-Präsidium sind Georg Abel, Geschäftsführender Direktor der Recura Klinken SE, sowie Dr. Philipp Nellessen, Vorstand der Lausitz Energie Bergbau AG und Vorsitzender des Deutschen Braunkohle-Industrie-Vereins Debriv. Wiedergewählt wurden Marcus Becker, Geschäftsführer der Kondor Wessels Bouw Berlin GmbH, Clemenz Dobrawa, Leiter Mercedes-Benz-Werk Berlin-Marienfelde, Werner Gegenbauer, Geschäftsführer GE-WE Gegenbauer Beteiligungsgesellschaft mbH, und Fenja Tholen, Geschäftsführerin der Fugger-Klinik SRG Senioren Residenz GmbH.
„Es ehrt mich, dass unsere 60 Mitgliedsverbände mir erneut das Vertrauen ausgesprochen haben“, sagte Moschko. „Ich werde dafür arbeiten, dass die Wirtschaft wieder mehr
Rückenwind von der Politik bekommt. Angesichts der aktuell sehr schwierigen Lage in den Unternehmen ist das dringend nötig.“ Die Folgen des Ukraine-Kriegs, die gestiegenen Rohstoff- und Beschaffungspreise sowie die globalen Lieferengpässe seien schwer zu verkraften und hätten viele Betriebe stark verunsichert. „Hinzu kommen die Umbrüche mit Blick auf die Digitalisierung, die Dekarbonisierung und den demografischen Wandel, die sie zusätzlich schultern müssen“, fügte er hinzu.
Angesichts dessen sei die Politik gefordert, mehr zu tun, um Investitionen und Arbeitsplätze in der Region zu sichern. „Alles, was noch mehr Bürokratie oder höhere Kosten verursacht, muss jetzt tabu sein“, verlangte Moschko. Stattdessen sollten Senat und Landesregierung den Standort stärken – mit schnelleren Planungs- und Verwaltungsprozessen und gezielten Zukunftsinvestitionen. „Nur wenn die Politik die strukturellen Schwächen angeht, können wir mit mehr Wachstum aus der Krise kommen“, mahnte der UVB-Präsident.

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