Ansiedlung der Farasis-Batteriezellenfabrik in Bitterfeld-Wolfen vorerst auf Eis

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Frickenhausen/Anhalt-Bitterfeld. (dpa). Der Bau der geplanten Batteriefabrik des chinesischen Herstellers und Daimler-Zulieferers Farasis in Bitterfeld-Wolfen liegt vorerst auf Eis. Das Projekt in der angepeilten Größenordnung von 600 Millionen Euro Investitionsvolumen werde nach aktuellem Stand nicht umgesetzt, sagte der Chef des Stabs Wirtschaftsförderung der Stadt Bitterfeld-Wolfen, Steve Bruder, der Deutschen Presse Agentur.

Die Ansiedlung von Farasis in Bitterfeld-Wolfen sei aber weiterhin geplant, teilten Stadt und Unternehmen mit. Die Dimension werde voraussichtlich aber etwas kleiner ausfallen als ursprünglich geplant. Der Konzern hatte im Technologiepark der Stadt eine Fläche erworben. Geplant ist nach Angaben von Bruder in einem ersten Schritt die Produktion von Batteriemodulen auf etwa einem Drittel der ursprünglich geplanten Fläche. “Das heißt man lässt sich die Zellen aus China liefern und produziert dann hier die Module.” Perspektivisch sei aber denkbar, später auch Batteriezellen in Bitterfeld-Wolfen zu fertigen.

Eigentlich hatte der Daimler-Zulieferer Farasis geplant, in Bitterfeld-Wolfen ab 2022 Batteriezellen zu fertigen. Rund 600 Jobs sollten entstehen. Der Standort sollte zudem neuer Europasitz des Konzerns werden.

Bereits im Juli 2021 hatte das Unternehmen allerdings Zweifel an dem Vorhaben geäußert. Man überarbeite die europaweite “Lokalisierungsstrategie”, hieß es damals. Hierbei ging es um die Entscheidung, welche Batteriezellen wo produziert würden. Ob die Planungen für Bitterfeld-Wolfen damit hinfällig seien, ließ das Unternehmen offen.

Farasis wurde 2002 in Kalifornien gegründet und sitzt inzwischen im chinesischen Ganzhou. Seinen Deutschland-Sitz hat das Unternehmen in Frickenhausen bei Esslingen. Der Konzern ist einer von mehreren Batteriezellen-Zulieferern des Autobauers Daimler. Die Stuttgarter bauen die Batterien für ihre Elektroautos zwar selbst. Sie kaufen einen Großteil der Zellen, die in den Batterien stecken, aber bisher zu.

 

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