2022: Hohe Erwartungen bei kritischer Grundstimmung

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Das Jahr 2022 ist noch jung. Ebenso wie die neue Bundesregierung, die sich ohne Schonfrist den herausfordernden Zielen stellt. Gleich nach dem alles überragenden Thema Corona folgt das Thema Klimaschutz. Die hier formulierten Ziele sind ambitioniert und werfen viele Fragen auf. W+M veröffentlicht einige Wortmeldungen, die die aktuelle Gefühlslage der Wirtschaft gut beschreiben.

Themen wie die Bewältigung der Energiewende, die breite Nutzung der Digitalisierung und der Abbau von Bürokratie in der Verwaltung verwundern weniger als die kritische Stimmung, die die Erwartungen für 2022 vor allem an die neue Regierung kennzeichnet. Lesen Sie selbst!

 

Dr.-Ing. Sascha Berger
Geschäftsführender Gesellschafter | CEO and Owner Digades GmbH

Sascha Berger. Foto: Paul_Glaser

Welche besonderen Erwartungen verknüpfen Sie mit dem Jahr 2022?

Ende der Chipkrise hoffentlich sobald als möglich. Spätestens 2. HJ 2022. Fortführung der besonderen Fördermaßnahmen bis dahin. Weiterhin erhoffen wir uns natürlich neue Kundenaufträge.

Was muss sich unbedingt ändern?

Mittel- bis langfristig muss die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts verbessert werden. Es gibt viele Ansatzpunkte: Energiepreise, Steuern, Bürokratie,…

Prof. Dr. Thomas Brockmeier
Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau

Prof. Dr. Thomas Brockmeier. Foto: IHK Halle-Dessau

Welche besondere Erwartung verknüpfen Sie mit dem Jahr 2022?

Mit Blick auf die „Energiewende“ erwarten wir endlich ein tragfähiges Konzept der Bundesregierung: Wie sollen die ambitionierten klimapolitischen Maßnahmen umgesetzt werden, ohne die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Industrie zu gefährden? Sonntagsredner preisen den Klimaschutz als Chance. In der Realität aber führt die deutsche Energiepolitik zu erheblichen Kostenbelastungen unserer stromintensiven Industriebetriebe – sie schwächt deren Stellung auf den Weltmärkten.

Was muss sich unbedingt ändern?

  1. Wir brauchen dringend eine geldpolitische Wende! Der langjährige lockere Kurs der EZB wirkt sich nun spürbar auf die Verbraucherpreise aus. Aber wenn das Preisgefüge nachhaltig durcheinanderkäme, schlägt dies auf die Realwirtschaft zurück und könnte den Aufholprozess nach Corona gefährden.
  2. Deutschland muss bei der Digitalisierung zulegen! Die Ampel hat viel versprochen und angekündigt. Die Unternehmen machen vor, wie es geht. Doch bei der Digitalisierung der Verwaltung und der erforderlichen Infrastruktur hinkt unser Land immer noch hinterher. Als führende Industrienation können wir uns das nicht länger leisten.

 

Pamela Buggenhagen

Geschäftsführerin, Unternehmerverband Norddeutschland Mecklenburg-Schwerin e.V.

Pamela Buggenhagen. Foto: Ekki Raff

Welche besonderen Erwartungen verknüpfen Sie mit dem Jahr 2022?

Die Wirtschaftsentwicklung in Mecklenburg-Vorpommern 2022 ist in breiten Bereichen davon abhängig, wie die Bewältigung der Corona-Pandemie gelingt. Über die Gemengelage aus einer corona-beschleunigten Werftenkrise, der um das Überleben kämpfenden Branchen im Tourismusland MV, der von der Politik forcierten Maßnahmen zum Klimaschutz, steigender Energie- und Rohstoffpreise und dem allgegenwärtigen Mangel an Arbeitskräften, kommt es bereits zu jetzt zu einem umfassenden Umbau der Wirtschaftsstrukturen. Somit steht die Wirtschaft in vielen, wenn auch nicht allen Bereichen, vor einer ungewissen Zukunft. Hinzu kommen sowohl eine neue Bundes- als auch Landesregierung, die für den Ausbau des Sozialstaates und einer scheinbar nicht eindämmbaren Regulierungsfreude stehen und so die Wirtschaft zum denkbar ungünstigen Zeitpunkt zusätzlich belasten. Insofern sind die kurzfristigen Erwartungen gedämpft. Längerfristig besteht Hoffnung. Hoffnung, dass aus einer großen Krise etwas Neues entstehen kann.

Was muss sich unbedingt ändern?

Politik und Wirtschaft sollten stärker im Wissen um ihre jeweilige Bedeutung für die Gesellschaft und auf Augenhöhe die Herausforderungen angehen und die Wirtschaft nicht über „Arbeitnehmer-Arbeitgeberpositionen“ gegeneinander ausspielen. Das nützt keinem und entspricht nicht mehr der Wirklichkeit in der Arbeitswelt 2022. Den Strukturwandel gelingen zu lassen, ist gemeinsame Aufgabe von Politik und Wirtschaft. Dazu gehört auch, zu erkennen und abzuwägen, was man der Wirtschaft in der aktuellen Situation noch zumuten kann.

Frank Haacker
Präsident des Unternehmerverbandes Rostock-Mittleres Mecklenburg e. V.

Frank Haacker. Foto: UV Rostock

 Welche besonderen Erwartungen verknüpfen Sie mit dem Jahr 2022?

Wir wollen alle gemeinsam einen Weg aus der Pandemie finden.

Was muss sich unbedingt ändern?

Die Energiewende darf nicht zu Lasten vieler Menschen gehen, die davon nichts haben, außer noch mehr Geld zu bezahlen.

Dr. Cornelia Haase-Lerch
Hauptgeschäftsführerin der Industrie- und Handelskammer Erfurt

Dr. Cornelia Haase-Lerch. Foto Marcel Krummrich

Welche besondere Erwartung verknüpfen Sie mit dem Jahr 2022?

Aus Sicht der Wirtschaft gibt es zum Jahreswechsel für einige Branchen aktuell weder greifbare Lichtblicke noch eine dringend benötigte Planbarkeit. Ebenso kritisch bleibt die Entwicklung der Kaufkraft bei zunehmender Inflationsrate. Mit der Angst immer wieder neuer Virusvarianten und fehlender Planungsmöglichkeiten aufgrund dynamischer Entscheidungen der Politik ist eine verlässliche Prognose zur wirtschaftlichen Entwicklung im kommenden Jahr kaum möglich. Klar ist nur, dass die Pandemie und deren Nachwirkungen uns länger beschäftigen werden, als wir das noch vor wenigen Wochen angenommen haben. Eine ambitionierte, aber schaffbare Zielmarke ist das Erreichen des Vorkrisenniveaus in der zweiten Jahreshälfte 2022“.

Was muss sich unbedingt ändern?

Wichtig ist, dass wir in Deutschland die Probleme schneller anpacken. Die Firmen geraten am Standort Deutschland wegen der Belastung mit Steuern und Bürokratie immer mehr unter Druck. Die Politik muss wieder näher an den Unternehmen sein und mit praxistauglichen Umsetzungen das Vertrauen der Unternehmer wiederherstellen. Ganz oben auf der politischen Agenda sollten deshalb der Stopp weiterer finanzieller Belastungen für die Betriebe, Bürokratieabbau, Beschleunigung und investitionsfördernde Maßnahmen stehen.

Dr. Steffen Kammradt
Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung des Landes Brandenburg WFBB

Dr. Steffen Kammradt. Foto: WFBB

Welche besonderen Erwartungen verknüpfen Sie mit dem Jahr 2022?

Brandenburg wird seine Position als Standort der Mobilität der Zukunft und der Energiewende weiter stärken. Dazu trägt insbesondere Tesla bei – die Standortentscheidung wirkt bereits heute wie ein Gütesiegel für Brandenburg. Weitere hochkarätige Investitionen wie BASF oder Rock Tech Lithium in der Lausitz oder vom US-Unternehmen Microvast in Ludwigsfelde zeigen, welche enormen Chancen in der Wertschöpfungskette der modernen Mobilität stecken. Das gibt Brandenburg Rückenwind im internationalen Standortwettbewerb.

Was muss sich unbedingt ändern?

Wir wünschen uns alle ein Ende der Pandemie. Wir erleben in unserem Arbeitsalltag ein erfreulich hohes Verantwortungsbewusstsein von allen Seiten. Aber die Kraft, die Energie und die Finanzmittel, die der Kampf gegen Corona bindet, sind hoch. Und noch viel höher sind die Folgen für die Erkrankten und Ihre Familien. Wir freuen uns auf den Tag, an dem dies beendet ist.

 

Enrico Klauer
Founder und CEO Mecotec GmbH

Enrico Klauer. Foto: Mecotec/Jens Schlüter

Welche besonderen Erwartungen verknüpfen Sie mit dem Jahr 2022?

Die MECOTEC GmbH erwartet an das sehr erfolgreiche Jahr 2021 anzuknüpfen und den Wachstumskurs des letzten Jahres weiter voranzutreiben. Hierzu haben wir mit dem Umzug der Produktion und des Büros in Bitterfeld zum Jahreswechsel die ersten Weichen gestellt: Die fast dreifach größere Produktionsfläche ermöglicht eine Neuauslegung des Produktionsflusses sowie eine Erhöhung des Produktionsvolumens, um die deutlich gestiegene Nachfrage nach Kältekammern und Kaltluftgeräte bedienen zu können. Die neuen Büroräumlichkeiten bieten ausreichend Platz für die wachsende Belegschaft sowie für eine effiziente und kreative Zusammenarbeit unserer Teams.

Was muss sich unbedingt ändern?

Die MECOTEC GmbH hofft und wartet nicht auf externe Effekte, sondern richtet ihr Augenmerk gezielt auf Maßnahmen, die sie selbst bewältigen kann. Dazu zählt die Effizienz und Geschwindigkeit durch Prozesse zu fördern und ein Umfeld zu schaffen, welches ein kreatives Engineering ermöglicht.

Thomas Kralinski
Vorstandsmitglied des Thinktanks Progressives Zentrum und ehemaliger Chef der Brandenburger Staatskanzlei

 

Thomas Kralinski. Foto: Ulf Büschleb

Welche besonderen Erwartungen verknüpfen Sie mit dem Jahr 2022?

Dass wir nun endlich das Ende der Pandemie erreichen. Auch wenn die Omikron-Variante gerade wie ein Wintersturm über Europa fegt, gibt es doch positive Anzeichen, dass wir das schlimmste überstanden haben – und wir dadurch vor allem wieder Planungssicherheit gewinnen. Mit dem Start der Produktion bei Tesla erhoffe ich mir neues Selbstbewusstsein der Menschen in ganz Ostdeutschland. Ein solches fröhliches Selbstbewusstsein macht anziehend. Zum ersten Mal seit zwei Jahrzehnten startet ein neuer Industriezweig in den neuen Ländern, noch dazu in Rekordzeit genehmigt und aufgebaut. Das zeigt, welch großes Wertschöpfungspotential in der ganzen Region steckt. Nun geht es darum, die Ausstrahleffekte so groß und weiträumig wie möglich zu ziehen – und sie perlenschnurartig miteinander zu verknüpfen.

Was muss sich unbedingt ändern?

Wir brauchen dringend mehr Investitionen, öffentliche und private. Und dazu müssen wir beweglicher werden. Deshalb hoffe ich, dass die Bundesregierung bei der Vereinfachung und Verschlankung sowie dann auch bei der Digitalisierung von Genehmigungs- und Planungsprozessen wirklich vorankommt. Das ist ganz entscheidend, wenn Deutschland im Wettbewerb der Regionen Europas weiter vorne mitspielen will.

Achim Oelgarth
Geschäftsführender Vorstand des Ostdeutschen Bankenverbandes OstBV

Achim Oelgarth. Foto: Melanie Stern

Das neue Jahr startet mit Unsicherheiten: Steigende Infektionszahlen und Energiepreise sowie eine anhaltend hohe Inflation und Lieferschwierigkeiten beeinträchtigen die Aussichten der Unternehmen und damit auch der Banken. Dies fordert von allen Beteiligten – zuvorderst von den politischen Akteuren – energisches Handeln. Hier ist aber nicht hektisches Agieren gemeint, sondern gründliche Analyse, koordinierte Vorbereitung und konsequente Umsetzung. Hoffentlich gelingt dies heuer besser als 2021.

Zugleich sollte für das neue Jahr hoffnungsfroh stimmen, dass die Auftragsbücher der Unternehmen gut gefüllt und die Wachstumsperspektiven solide sind. Und auch 2022 wird auf den so trüb empfundenen Winter wieder ein Sommer folgen, der mehr Unbeschwertheit mit sich bringt. Die Richtung stimmt also. Und so sollten wir auch eines der größten wirtschaftspolitischen Projekte – die nachhaltige Transformation der Wirtschaft – betrachten: Als Chance, Wettbewerbsvorteile zu erarbeiten sowie die Position Deutschlands und Europas zu stärken. Gehen wir es an!

Christian Pegel
Minister für Inneres, Bau und Digitalisierung Mecklenburg-Vorpommern

Christian Pegel. Foto: IM

Welche besonderen Erwartungen verknüpfen Sie mit dem Jahr 2022?

Ich wünsche mir, so wie wahrscheinlich alle in unserem Land und auf der ganzen Welt, dass wir 2022 das Abebben der Corona-Pandemie sehen werden. Die Pandemie führt zu vielen Demonstrationen, die die Meinungen zu den pandemiebedingten Maßnahmen thematisieren. Ich sehe mit großer Sorge, dass sich eine kleinere Zahl der Teilnehmenden sehr klar aus dem rechtsextremistischen Lager und aus dem Bereich der sogenannten Reichsbürger und anderer Personen, die die freiheitlich-demokratische Grundordnung ablehnen, zusammensetzt und versucht, diese Demos zu instrumentalisieren. Wir werden hoffentlich sehen, dass sich die große Mehrheit der Bevölkerung klar gegen die Demokratiefeinde stellen werden – egal, welche Position sie im Einzelnen zu den Corona-Maßnahmen haben.

Die neue Bundesregierung schafft hoffentlich noch einmal deutliche Vereinfachungen für die staatliche Förderung des Festnetz-Breitbandausbaus und des staatlichen Mobilfunkmastenausbaus, um gerade in den dünn besiedelten ländlichen Räumen schnell und wirksam mit staatlicher Unterstützung die dringend gebotene digitale Infrastruktur schaffen.

Was muss sich unbedingt ändern?

Auch wenn dies nicht mehr in meine vorherige Zuständigkeit als bisheriger Energie- und Verkehrsminister fällt, wünsche ich mir für 2022, dass wir bei einem deutlich beschleunigten Ausbau der erneuerbaren Energien und der Elektromobilität den Turbo eingeschaltet bekommen. Wir brauchen außerdem ein klares Bekenntnis der Bundesregierung für den Eisenbahnfernverkehr in den dünner besiedelten ländlichen Räumen unserer Republik für die Verkehrswende. Alle Regionen brauchen mehrfach am Tag Intercity- und ICE-Züge. Dazu gehören in Mecklenburg-Vorpommern zum Beispiel die schnelle Umsetzung der Darßbahn und eine sehr rasche Entscheidung, dass eine mit zwei Stunden unschlagbar attraktive Bahnanbindung zwischen Berlin und der Urlaubsinsel Usedom wiedererrichtet werden soll. Beides Strecken, die nach dem Zweiten Weltkrieg zerstört bzw. abgebaut wurden und seitdem auf ihre Reaktivierung auf die beiden Urlaubsinseln warten.

Michael Schumann
Vorstandsvorsitzender des BWA Bundesverband für Wirtschaftsförderung und Außenwirtschaft

Michael Schumann. Foto: BWA

Welche besonderen Erwartungen verknüpfen Sie mit dem Jahr 2022?

Die Konturen der Programmatik der neuen Bundesregierung werden sichtbar. Sowohl bei der Modernisierung unseres Landes als auch bei dem Versuch der Definierung einer neuen Führungsrolle in Europa und auf globaler Ebene. Die Regierung hat sich mit dem Koalitionsvertrag vom Dezember 2021 ein sehr ambitioniertes Programm gegeben und die Bürger erwarten, dass die Entscheidungsträger nun Ergebnisse liefern. International sind besonders der G7-Vorsitz, die Beziehungen zu Frankreich als Fundament der Stärke Europas, das Verhältnis zu China, der Umgang mit Russland und die Frage nach der Zukunft von Nord Stream 2 Aufgaben, bei denen sich Deutschland bewähren muss. Als Stimme der deutschen Außenwirtschaft verknüpfen wir damit auch die Erwartung, dass den Interessen der Wirtschaft dabei Rechnung getragen wird und keine unnötigen Risiken eingegangen werden, die unsere Exportwirtschaft schwächen. Die Schäden der Pandemie sind noch lange nicht überwunden. Weitere Folgen zeichnen sich schon in Meinungsumfragen ab und drohen nun mit voller Wucht auf die Leistungsfähigkeit des Landes durchzuschlagen.

Was muss sich unbedingt ändern?

Dringend reformbedürftig sind das derzeitige Pandemiemanagement, der allgemeine Politikstil und der Umgang mit den Leistungsträgern in unserer Gesellschaft. Es genügt nicht, wenn der Bundeskanzler erklärt, es gäbe keine Spaltung im Lande, diese jedoch täglich erlebt werden kann. Die Politik muss den Mut zur kritischen Selbstreflexion wiederfinden und sich von der Verkaufsmentalität politischer Entscheidungen hin zu einer lösungsorientierten und pragmatischen Arbeitsweise wandeln. Mehr wirtschaftlicher Sachverstand in der Debatte kann dabei nicht schaden.

Ralf Sippel
Head of Strategy and Business Development, Mitglied der Geschäftsleitung zebra I group, Chemnitz

Ralf Sippel (zebra group Chemnitz)
Foto: Ralf Succo

Was für ein Jahresbeginn: Omikron befeuert unversöhnliche Filterblasen, Peking plant hoffnungslose Geisterspiele und Putin zeigt Europa das Ende vom Ende der Geschichte. Hat noch einer Lust auf dieses 2022? Von wegen „es kann nicht schlechter werden“, hier geht noch eine Menge. Was also anfangen mit diesem Jahr?

Vielleicht ist es an der Zeit anzuerkennen, dass die synchronen Krisen uns nicht mehr verlassen werden, sondern in ein neues Zeitalter führen. Das so noch keinen Namen hat und doch das Ende der Wohlfahrtsökonomie aufzeigt. Weil sich mächtige Schatten auf unser tägliches Streben nach individueller Optimierung von Einkommen und Nutzen legen. Weil es um mehr als das Gleichgewicht der Märkte geht und ob sich Menschen clever dazu in Balance bringen. Es geht wieder um das große Ganze, auch bekannt als das Leben. Und wir bekommen das nicht mehr sorgenfrei per Haus, sondern müssen uns wieder darum kümmern. Es erarbeiten im Kleinen, damit es im Großen funktioniert. Spannende Zeit zum Gestalten und Verändern. Zum Einmischen. Dafür ist Demokratie genau richtig. Deshalb wird 2022 ein gutes Jahr für die Freiheit: Diskutieren, Mitgestalten und Kämpfen. Weil gutes Leben nicht länger selbstverständlich ist.

Ute Weiland
Geschäftsführerin Land der Ideen Management GmbH

Ute Weiland. Foto: Dennis Williamson

Welche besonderen Erwartungen verknüpfen Sie mit dem Jahr 2022?

Ich erwarte…
ein erfolgreiches Ostdeutsches Wirtschaftsforum,
dass die neue Bundesregierung die richtigen Entscheidungen für die Zukunftsfähigkeit Deutschlands trifft,
dass wir lernen mit Corona umzugehen, ohne dass unsere Gesellschaft sich spaltet.

Und global wünsche ich mir, dass es weniger Konflikte gibt.

Was muss sich unbedingt ändern?

In Deutschland muss die Bürokratie abgebaut werden und wir müssen eine bessere Diskussionskultur in unserer Gesellschaft lernen.

 

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