Aussichten für das Baugewerbe Berlin und Brandenburg trüben sich ein

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Berlin, 19.05.2021. Die Bauunternehmen in Berlin und Brandenburg bekommen die Auswirkungen der Corona-Krise deutlich zu spüren. Seit Jahresbeginn behindert vor allem die pandemiebedingte Entwicklung auf den Rohstoffmärkten die Bautätigkeit. „Die Materialpreise steigen in einem rasanten Tempo und es kommt vermehrt zu Lieferengpässen und Bauverzögerungen. Wir befürchten gravierende Folgen der explosiven Preisentwicklung für die Baukonjunktur und Stillstand auf den Baustellen, denn eine Entspannung ist in den kommenden Monaten nicht absehbar“, erklärt Klaus-Dieter Müller, Präsident der Fachgemeinschaft Bau.

Bereits in der Frühjahrsumfrage 2020 zeigten sich die ersten Eintrübungen in der Geschäftslage der Bauunternehmen, die sowohl mit den Folgen des Mietendeckels als auch der Pandemie zusammenhängen. In der aktuellen Konjunkturumfrage gibt jedes vierte Unternehmen an, einen Rückgang bei den Auftragseingängen im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet zu haben.  „Vor allem die Steuer- und andere Einnahmen der Kommunen sind erheblich eingebrochen, die zu den wichtigsten Auftraggebern öffentlicher Bauinvestitionen zählen. Auch viele private Investitionen in den Wohnungsbau und Sanierungsarbeiten sind in Millionenhöhe in Folge des Mietendeckels in der Hauptstadt zurückgestellt worden“, sagt Dr. Manja Schreiner, Hauptgeschäftsführerin der Fachgemeinschaft.

Als aktuell größte Herausforderungen nennen die Bauunternehmen den Fachkräftemangel, die allgemeine Erhöhung des bürokratischen Aufwands, die Leistungsfähigkeit der öffentlichen Verwaltung und die Billigkonkurrenz am Markt. Rund ein Drittel der Befragten sieht aktuell die Materialengpässe und knapp 38 Prozent die steigenden Baustoffpreise als größte Herausforderungen mit Blick auf die Corona-Krise. Die größten Preissteigerungen verzeichnen die Unternehmen vor allem bei Holz, Dämmstoffen und Baustahl.

Weitere Informationen unter www.fg-bau.de.

 

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