Deutlicher Auftragsrückgang im Baugewerbe in Berlin und Brandenburg

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Berlin, 19.03.2021. „Das Baugewerbe in Berlin und Brandenburg bekommt die Folgen negativer wirtschaftlicher Effekte der Corona-Pandemie nun – mit etwas zeitlichem Verzug zu anderen Branchen – deutlich zu spüren. Das bestätigen die wenig erfreulichen Zahlen des statistischen Landesamtes zur Entwicklung der Auftragslage in der Bauwirtschaft“, sagt Dr. Manja Schreiner, Hauptgeschäftsführerin der Fachgemeinschaft Bau.

Die von den Berliner Baubetrieben gemeldeten Auftragseingänge sind im Januar 2021 um 20,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gesunken. Auch der Umsatz der Berliner Baubetriebe ist zurückgegangen – im Hochbau um knapp sechs Prozent und im Tiefbau sogar um elf Prozent. In Brandenburg verzeichneten die Baubetriebe im Januar einen Auftragsrückgang von 18,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

„Vor allem die öffentliche Hand ist aufgerufen, deutliche wirtschaftliche Impulse über eine verstärkte Investitionstätigkeit zu setzen. Öffentliche Investitionen kommen der Gesellschaft zu Gute und sichern Arbeitsplätze. Komplizierte behördliche Abläufe und zusätzliche gesetzliche Auflagen müssen unbedingt vermieden werden, um den Baubetrieb nicht zusätzlich zu belasten“, betont Manja Schreiner.

Die nachlassende Auftragslage ist aber nicht nur auf die Corona-Krise zurückzuführen. In Berlin verschärft der Mietendeckel den Abwärtstrend im Wohnungsbau zusätzlich. Knapp drei Viertel der privaten Wohnungsunternehmen stellen die geplanten Investitionen in Bau und Sanierung von Wohnungen zurück. Mehr als die Hälfte der in der Hauptstadtregion tätigen Unternehmen rechnet mit weiteren Auftragsrückgängen infolge des Berliner Mietendeckels.

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