ILB unterstützte 2020 über 69.000 Förderprojekte in Brandenburg

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Förderbank sagte knapp 2,3 Milliarden Euro Fördermittel zuÜber die Corona-Sonderprogramme wurden 64.000 Unternehmen und Soloselbstständige mit 579 Millionen Euro unterstützt
Auch die sonstigen Förderziele wurden erreicht
Ohne die Corona-Sonderprogramme wurden ca. 1,7 Milliarden Euro für 5.600 Vorhaben zugesagt
2021 wird gemeinsam mit dem Land u.a. die neue EU-Förderperiode vorbereitet

Potsdam – Die Brandenburger Förderbank ILB hat im vergangenen Jahr Fördermittel in Höhe von 2,27 Milliarden Euro für insgesamt 69.684 Vorhaben zugesagt. Das Jahr 2020 stand auch für die ILB ganz im Zeichen der Corona-Pandemie. Allein über die Corona-Sonderprogramme wurden 64.000 Unternehmen und Soloselbstständige mit 579 Millionen Euro unterstützt. Im Frühjahr war ein großer Teil der Belegschaft daher mit der Bearbeitung der Soforthilfen beschäftigt, die temporär entstandenen Rückstände bei der Bearbeitung der übrigen Programme konnten in der zweiten Jahreshälfte jedoch nahezu vollständig aufgeholt werden.

Um die Corona-Sonderprogramme bereinigt, wurden ca. 1,7 Milliarden Euro für 5.588 Vorhaben zugesagt. Das Förderergebnis wurde getragen durch eine hohe Nachfrage nach Innovations- und Technologieförderung, Unternehmensinvestitionen, die Förderung der wirtschaftsnahen Infrastruktur, hohe Förderaktivitäten im Neubau von Mietwohnungen, sowie durch ein trotz der Pandemie überraschend starkes Gründungsgeschehen.

Tillmann Stenger, Vorsitzender des Vorstandes der Förderbank, erklärte: „Ganz Brandenburg hat ein besonders anspruchsvolles Jahr hinter sich. Das gilt für unsere Bürger, unsere Unternehmen und auch für die ILB als Förderbank. Unser Haus wurde im Frühjahr mit der Bearbeitung der Corona-Soforthilfen beauftragt und hat in kürzester Zeit eine personelle und technische Infrastruktur bereitgestellt, mit der die Gelder vergleichsweise schnell und verlässlich ausgezahlt werden konnten. In dieser Zeit war über ein Drittel unserer Belegschaft ausschließlich mit der Bearbeitung der Soforthilfen befasst. Obwohl es dadurch zwischenzeitige Rückstände in der Bearbeitung anderer Förderprogramme gab, konnten diese in der zweiten Jahreshälfte nahezu vollständig aufgeholt werden. Wir sind sehr stolz auf die Leistungen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ohne die Sonderprogramme haben wir ca. 1,7 Milliarden Euro für knapp 5.600 Projekte zugesagt. Dadurch werden in den nächsten Jahren Investitionen in Höhe von 2,4 Milliarden Euro im Land Brandenburg angeschoben und 6.194 Arbeitsplätze neu geschaffen und gesichert.“

Ausblick 2021

„Das Jahr 2021 steht für uns zunächst weiter unter dem Fokus der verschiedenen Corona-Sonderprogramme“, so Kerstin Jöntgen. „Wir werden uns nun prioritär um die Abarbeitung der Anträge für die November- und Dezemberhilfen kümmern. Anschließend stehen dann schon die Überbrückungshilfe III sowie die Neustarthilfe in den Startlöchern. Wir hoffen, dass die Bundesregierung die Unterstützungsprogramme weiter optimiert und stehen als ILB bereit, um der Brandenburger Wirtschaft weiter durch diese schwere Zeit zu helfen.“ „Für das kommende Jahr planen wir – ohne die Corona-Sonderprogramme – ein Neuzusagevolumen von 1,1 Milliarden Euro“, ergänzt Tillmann Stenger. „Dabei ist auch berücksichtigt, dass wir uns in einem Übergangsjahr zwischen der letzten EU-Förderperiode 2014-2020 und dem neuen Operationellen Programm befinden.“ Der Abschluss der letzten und die Vorbereitung der neuen EU-Förderperiode gemeinsam mit der Landesregierung ist ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit in 2021. Die EU-Kommission hat den mehrjährigen Finanzrahmen verabschiedet. Damit ist die Grundlage geschaffen, den Brandenburger Unternehmen auch weiterhin zielgerichtete Förderprogramme anzubieten. Zusätzlich wird die ILB die Digitalisierung ihrer Prozesse weiter vorantreiben. Als zentraler Schritt wird 2021 ein gänzlich neues ILB-Kundenportal an den Start gehen, um den Kundinnen und Kunden künftig einen besseren Service bei der Antragstellung und -bearbeitung zu bieten.

 

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