W+M-Umfrage zur Perspektive 2021: Neuer Aufschwung oder Dauerkrise? Teil 2 – Janine Koska, Agentur eingebrand.

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Die Corona-Pandemie traf 2020 die ostdeutsche Wirtschaft vollkommen unvorbereitet. Doch die Folgen fielen höchst unterschiedlich aus: Während ganze Branchen herbe Umsatzeinbußen und Kurzarbeit verkraften mussten, haben andere Unternehmen in der Pandemie neue Geschäftsfelder für sich entdeckt. Wirtschaft + Markt hat ostdeutsche Unternehmer nach ihren Erfahrungen mit der Pandemie und ihren Erwartungen für das neue Jahr befragt.

Folge 2:

Janine Koska
Inhaberin eingebrand. Agentur für Markenkommunikation, Magdeburg
Branche: Public Relations

eingebrand. ist eine bundesweit agierende PR-Agentur mit Sitz in Magdeburg und einem Fokus auf strategische Markenberatung und nachhaltigem Imageaufbau. Darüber hinaus ist sie auch Initiatorin der Weiterbildungskonferenz HR CAMPUS Mitteldeutschland.

W+M: Frau Koska, wie war ihr Unternehmen bzw. ihre Branche in 2020 von der außergewöhnlichen Pandemie-Situation betroffen?

Janine Koska: Wie andere Unternehmen und Dienstleistende sind auch wir stark betroffen gewesen. Das Agenturgeschäft bei eingebrand. war verständlicherweise sehr verhalten, unsere Konferenz, der HR CAMPUS 2020, die kurz vor der Realisierung stand, musste um ein Jahr verschoben werden. Auch unsere Mietlocation für Tagungen und Workshops, das palais f. – design thinking location, hatte eine Auslastung von gerade mal 40 Prozent. Dennoch war niemand in Kurzarbeit und wir haben am Ende das Jahr gut abschließen können, weil wir flexibel und positiv mit den Veränderungen umgegangen sind. So haben wir beispielsweise einen Podcast „Stulle & Brot – Der Podcast für Neue Arbeit in Mitteldeutschland“ zur Transformation der Arbeitswelt ins Leben gerufen.

W+M: Welche Erwartungen und Projekte verbinden Sie mit dem neuen Jahr 2021?

Janine Koska: 2021 haben wir die Chance, die ad-hoc Lösungen zu Beginn der Krise in tragfähige Unternehmensmodelle zu überführen. So habe ich zusammen mit Sven Heese, einem Experten für digitale Transformation, den ersten NEW WORK HUB in Deutschland (www.newworkhub.de) als konsequenten nächsten Schritt im Thema New Work gestartet, der Unternehmen als Think Tank, Unterstützer, Sparring-Partner und Brückenbauer für die Entwicklung von neuen Arbeitswelten zur Seite stehen soll. Zudem glauben wir fest an den HR CAMPUS 2021.

W+M: Was sollten Bund und Länder nun zur Ankurbelung der Wirtschaft unternehmen?

Janine Koska: Bund und Länder fokussieren sich meiner Meinung nach immer noch sehr stark auf die Digitalisierung von Unternehmen insbesondere im Hinblick auf Innovationen, Technologien, Prozesse u.ä. Die Transformation der Arbeitswelt zu mehr Flexibilität, Verantwortungsbewusstsein und gesundem Arbeiten sollte aber ebenfalls noch weiter in den Fokus rücken, weil nur damit die digitalisierten Unternehmen wirklich arbeitsfähig sind. Dazu bedarf es eines runden Tisches mit den richtigen Menschen aus Wirtschaft, Politik, Soziales, Digitial Pioniers uvm., die etwas nachhaltig verändern können.

 

 

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