Harry Glawe: „Die Zukunftsorte sollen Strahlkraft für das ganze Land entwickeln“

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Harry Glawe, Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit in Mecklenburg-Vorpommern (CDU) im W+M-Interview zum Thema Zukunftsorte und zu seiner Vision von der Wirtschaft des Landes im Jahr 2030.

W+M: Welche Bedeutung haben die Zukunftsorte für die Regionen und das Land?

Harry Glawe: Die Unternehmen im Land stehen vor großen Herausforderungen, insbesondere bei der Sicherung des Fachkräftebedarfs, den Auswirkungen des demografischen Wandels, der Digitalisierung aller Lebens- und Wirtschaftsbereiche sowie den zunehmenden Unsicherheiten im internationalen Handel. Zudem kommen erhebliche Veränderungen im Mobilitäts- und Energiesektor durch den Klimaschutz. In den Zukunftsorten wurden und werden Vorhaben angeschoben, Projekte umgesetzt und Veränderungen aktiv angegangen. Deshalb stehen die Zukunftsorte beispielhaft für innovative Veränderungen und sollen Strahlkraft für das ganze Land entwickeln.

W+M: Welche Branchen haben in Ihrem Land besonders große Zukunftsperspektiven?

Harry Glawe: Das produzierende Gewerbe, der Tourismus, die maritime Wirtschaft, der Einzelhandel sowie der Dienstleistungsbereich tragen in Mecklenburg-Vorpommern deutlich zum wirtschaftlichen Wachstum bei. Wir wollen vor allem die noch wirtschaftlich jungen Bereiche wie die Gesundheitswirtschaft sowie Forschung, Entwicklung und Innovation vorantreiben. Im Ergebnis wächst die Wirtschaftsleistung, die Arbeitslosigkeit sinkt weiter, unsere Unternehmen investieren und schaffen Arbeitsplätze. Wir arbeiten an der Verbesserung der Rahmenbedingungen für die heimische Wirtschaft.

W+M: Wie sieht Ihre Vision von der Wirtschaft Ihres Landes im Jahr 2030 aus?

Harry Glawe: Wir arbeiten daran, die Voraussetzungen für unternehmerische Investitionen weiter zu verbessern. Deshalb unterstützen wir beispielsweise die Vermarktung von Gewerbeflächen, denn mit jeder neuen Investition in ein Gewerbegebiet werden die Voraussetzungen für weitere Arbeitsplätze geschaffen. Das Vorantreiben der Gesundheitswirtschaft sowie der Ausbau von Forschung, Entwicklung und Innovation sind weitere wichtige Schwerpunkte der Wirtschaftspolitik für Mecklenburg-Vorpommern. Ich bin zuversichtlich, dass die Wirtschaft bei uns im Land weiter stabil wachsen wird.

Harry Glawe mit W+M-Chefredakteur Karsten Hintzmann und Herausgeber Frank Nehring, Foto: W+M

 

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