ifo Geschäftsklimaindex Ostdeutschland: Massiver Einbruch

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Dresden, 31. März 2020. Im März 2020 kühlte sich das ifo Geschäftsklima für Ostdeutschland kräftig ab. Der ifo Geschäftsklimaindex für die gesamte regionale Wirtschaft fiel von 99,4 auf 89,7 Punkte und damit ähnlich stark wie in Deutschland insgesamt. Lageeinschätzungen als auch Geschäftserwartungen der befragten ostdeutschen Befragungsteilnehmer waren steil nach unten gerichtet. Insgesamt ging der Ausblick noch stärker zurück als die Einschätzungen der laufenden Geschäfte.
Zu beachten ist, dass die Datenerhebung in der Mitte des Monats stattfand, also noch vor der Einführung der massiven Beschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Insbesondere die Einschätzungen der laufenden Geschäfte dürfte sich deswegen bis heute eher noch weiter verschlechtert haben.
Im ostdeutschen Verarbeitenden Gewerbe fiel die Stimmung im März kräftig. Maßgeblich hierfür war eine kräftige Abwärtskorrektur der Geschäftserwartungen. Ihre aktuelle Geschäftslage bewerteten die befragten Industrieunternehmer hingegen zum Zeitpunkt der Befragung nur wenig schlechter als im Vormonat.
Im ostdeutschen Dienstleistungssektor ging der Geschäftsklimaindex am stärksten zurück. Beide Teilindizes wurden von den befragten Dienstleistern überaus deutlich nach unten korrigiert.
Auch im ostdeutschen Handel fiel die Stimmung geradezu dramatisch. Ausschlaggebend war auch hier die starke Verschlechterung der Geschäftserwartungen, während die Lageeinschätzungen zum Zeitpunkt der Umfragen noch vergleichsweise hoch blieben und gegenüber dem Vormonat nur leicht sanken.
Im ostdeutschen Bauhauptgewerbe kühlte sich das Geschäftsklima ebenfalls überaus deutlich ab. Allerdings war hier der Rückgang am wenigsten stark ausgeprägt. Ursächlich hierfür war eine verbesserte Beurteilung der laufenden Geschäfte. Den Ausblick für die nächsten sechs Monate korrigierten die befragten Bauunternehmer jedoch kräftig nach unten.

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