W+M Serie: Die ostdeutschen Stars von Morgen / Teil 3

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Sie steuern Roboter mit smarter Kleidung, lenken Satelliten im All und züchten künstlichen Käse im Labor – WIRTSCHAFT+MARKT stellt ab heute 50 junge Unternehmen vor, die mit innovativen Technologien und zukunftsweisenden Geschäftsmodellen zu Hoffnungsträgern der ostdeutschen Wirtschaft werden können.
In den ostdeutschen Bundesländern mangelt es nicht an spannenden Gründungsideen und mutigen Entrepreneuren. WIRTSCHAFT+MARKT hat sich auf die Suche gemacht – das Ergebnis: 50 ostdeutsche Start-ups, die von sich reden machen werden. Die ersten zehn Start-ups haben wir am 08.12.2019, die zweiten am 12.01.2020, nun folgenden die nächsten zehn.
Eine Übersicht über alle 50 ausgewählten Unternehmen finden Sie ebenfalls im W+M Online-Magazin.

Spannende Lösungen für die Industrie

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3YourMind GmbH – 3D-Druck für den Mittelstand

Die Berliner 3YourMind GmbH ist längst in den Fokus industrieller Partner gerückt. Die

Firmengründer Aleksander Ciszek
Foto: 2. 3YourMind GmbH

Hauptstädter, eine Ausgründung aus der Berliner Technischen Universität, schaffen Softwareplattformen, die Unternehmen beim 3D-Druck unterstützen. Dazu zählen Enterprise-Plattformen für große Unternehmen und 3D-Druckdienstleister, mit denen die Additive Fertigung effizient gesteuert oder die Maschinenauslastung optimiert werden kann. Die 3YourMind GmbH möchte vor allem den 3D-Druck für Mittelständler, kleine Unternehmen oder Freiberufler erschließen und ist heute einer der führenden Software-Anbieter für die Additive Fertigung.

Branche: IT/Maschinenbau
Gründer: Aleksander Ciszek, Stephan Kühr, Tobias Wunner
Gründungsjahr: 2014
Sitz: Berlin

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Evan GmbH –
Business-Transaktionen digitalisieren

Die Dresdner evan GmbH ist Initiator der neutralen Business-Blockchain evan.network. Das

Die drei Geschäftsführer der evan GmbH (vlnr: Thomas Herbst, CTO & Cofounder; André Münnich, CFO; Thomas Müller, CEO & Cofounder)
Foto: Evan GmbH

sächsische B2B-Startup baut zurzeit seine Blockchain zur Digitalisierung und Automatisierung von Business Transaktionen aus. Auf der Blockchain erstellen Netzwerk-Mitglieder digitale Zwillinge für ihre Maschinen und Produkte, die sich so in unternehmensübergreifende Geschäftsprozesse einbinden lassen. Das branchenunabhängige Netzwerk hilft bei der Zusammenarbeit von Unternehmen, wobei deren unternehmenseigene Autonomie und Sicherheit gewahrt bleibt. Zu den aktiven Netzwerk-Partnern gehören unter anderem der Baumaschinen-Dienstleister Lindig und der Textil-Discounter KIK.

Branche: IT
Gründer: Thomas Herbst, Thomas Müller
Gründungsjahr: 2016
Sitz: Dresden

Neue Hoffnung im Kampf gegen Krankheiten

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Pantherna Therapeutics GmbH –
Wirkstoffe gegen die Atemnot

Beim akuten Atemnotsyndrom handelt es sich um eine lebensgefährliche Schädigung der Lunge. Diese wird durch eine Entzündungsreaktion des Lungengewebes hervorgerufen. Das Brandenburger Start-up Pantherna Therapeutics GmbH aus Hennigsdorf verfügt über eine Technologie-Plattform zur Entwicklung neuartiger Wirkstoffe zur Behandlung der tückischen Erkrankung. Der Wirkstoff soll die Flüssigkeitseinlagerung und Gewebeschädigung der Lunge verhindern. Der High-Tech-Gründerfonds, der Privatinvestor und Qiagen-Mitgründer Prof. Detlev Riesner sowie der European Investment Fund und das Land Brandenburg haben bereits in das Unternehmen investiert.

Branche: Gesundheit/Pharma
Gründer: Dr. Klaus Giese, Dr. Jörg Kaufmann, Dr. Gerrit Maass
Gründungsjahr: 2014
Sitz: Hennigsdorf

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denovoMATRIX GmbH – Stammzellen mit besseren Eigenschaften

Die Gründer Dejan Husman, Dr. Richard Wetzel (vlnr) Foto: Tom Schulze

DenovoMATRIX ist zugleich der Name eines jungen Dresdner Unternehmens und der von ihm entwickelten Technologie zur Biomaterialbeschichtung von Zellkulturträgern. Mit diesem Verfahren ist es möglich, Stammzellen mit höherer Reproduktionsrate und besseren Eigenschaften zu kultivieren.

Branche: Biotech/Gesundheit
Gründer: Dejan Hušman Richard Wetzel, Dr. Robert Wieduwild, Christian Woiwod, Prof. Yixin Zhang
Gründungsjahr: 2018
Sitz: Dresden

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Mediaire GmbH – Mit künstlicher Intelligenz gegen Fehldiagnosen

Die Mediaire GmbH produziert eine Software für Radiologen. Sie soll Mediziner bei der

Beurteilung und Auswertung von Gehirn-MRTs unterstützen, um neurodegenerative

mediaire wurde 2018 in Berlin von Dr. Jörg Döpfert und Dr. Andreas Lemke gegründet.
Foto: mediaire GmbH

Erkrankungen wie Alzheimer oder Multiple Sklerose früher und schneller zu erkennen. Mit der Software lassen sich vollautomatisiert innerhalb weniger Minuten präzise Untersuchungsergebnisse und Diagnosevorschläge erstellen. Dafür setzt die Mediaire GmbH Deep-Learning-Methoden für die Erkennung und Berechnung von Biomarkern ein. Das Gründer-Team besteht aus promovierten Physikern, Software-Entwicklern und Radiologen

Branche: Gesundheit/Software
Gründer Jörg Döpfert, Michael Fenchel, Henrik Michaely, Andreas Lemke
Gründungsjahr: 2018
Sitz: Berlin

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Neotiv GmbH – Gedächtnistest zur Alzheimer-Erkennung

Gemeinsam mit ihren Mitgründern Dr. David Berron und Julian Haupenthal wollen neotiv-

Die neotiv-Gründer Prof Dr. med Emrah Düzel, Julian Haupenthal, Dr. Chris Rehse und Dr. David Berron (v.l.n.r.)
Foto: neotiv GmbH

Geschäftsführer Dr. Chris Rehse und Demenzforscher Professor Emrah Düzel dazu beitragen, die Alzheimer-Krankheit frühzeitig erkennbar zu machen. Ihre neotiv GmbH ist eine Ausgründung aus der Otto-von-Guericke-Universität. Sie haben aus den Erkenntnissen der Alzheimerforschung Gedächtnistests entwickelt und diese in anwenderfreundliche Apps für Smartphones und Tablets überführt. Diese Gedächtnistests zeigen, ob ein Patient für sein Alter normale Gedächtnisleistungen erbringen kann oder ob bereits Auswirkungen einer Alzheimer-Erkrankung im Frühstadium erkennbar sind. Dies ist auch deshalb sinnvoll, weil bildgebende Verfahren oder eine Untersuchung der Rückenmarksflüssigkeit, mit denen sich der Beginn der Erkrankung ebenfalls nachweisen ließe, aufwändig und teuer sind.

Branche: Gesundheit
Gründer: Dr. David Berron, Professor Dr. Emrah Düzel, Julian Haupenthal, Dr. Chris Rehse
Gründungsjahr: 2017
Sitz: Magdeburg

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GWA Hygiene GmbH – Desinfektion lückenlos überwachen

Mangelnde Hygiene gilt als Ursache von Infektionen in Kliniken. Die Stralsunder GWA Hygiene GmbH setzt auf Sensoren am Desinfektionsspender, die wiederum mit tragbaren Sensoren des Krankenhauspersonals kommunizieren. Zuletzt ging die B. Braun Melsungen AG als ein führender Anbieter von Händedesinfektionsmitteln eine Kooperation mit den Stralsundern ein und brachten einen neuen Desinfektionsmittelspender auf den Markt, in dem die Stralsunder Sensorik namens „NosoEx” integriert ist.

Branche: Gesundheit
Gründer: Dirk Amtsberg, Maik Gronau, Marcel Walz
Gründungsjahr: 2015
Sitz: Stralsund

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DiaMonTech GmbH – Einfachere Behandlungsmethode bei Diabetes

Das Berliner Medizintechnik-Start-up DiaMonTech GmbH möchte das Leben von Diabetespatienten vereinfachen. Dazu haben die Berliner eine innovative  und patentierte Technologie zur Messung des Blutzuckerspiegels mittels eines laserbasierten Diagnostik-Verfahrens entwickelt. Eines Bluttropfens bedarf es zur Messung nicht mehr. Zudem verspricht die Messmethode eine höhere Präzision. Ärzte können ihre Patienten so besser medikamentös einstellen. Entwickelt wurde das Verfahren von Biophysikprofessor Dr. Werner Mäntele.

Branche: Medizintechnik
Gründer: Rainer Gith. Thorsten Lubinski, Christian Mäntele, Prof. Dr. Werner Mäntele
Gründungsjahr: 2015
Sitz: Berlin

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Heyfair GmbH – Mehr Handhygiene im Krankenhaus

Mangelhafte Handhygiene kann gerade in Krankenhäusern fatale Folgen haben: Stichwort Krankenhauskeime. Im neudeli, dem Gründer-Inkubator der Bauhaus-Universität Weimar, begann die Gründer-Story von Robert Hellmundt und Alexander Döpel. Sie haben ein Desinfektionsmittel ersonnen, das die Haut pink färbt. So werden nicht desinfizierte Bereiche bei der Handhygiene sichtbar. Anhand der Farbintensität lässt sich erkennen, ob die notwendige Mindestmenge Desinfektionsmittel verwendet wurde.

Branche: Gesundheit
Gründer: Alexander Döpel, Robert Hellmundt, Holger Wondraczek
Gründungsjahr: 2017
Sitz: Jena

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JeNaCell GmbH – Brandwunden schmerzfreier behandeln

Die JeNaCell GmbH wurde 2012 aus der Friedrich-Schiller-Universität Jena ausgegründet. Der Verkaufsschlager des Teams um Geschäftsführerin Dr. Nadine Heßler und die Technische Leiterin Dr. Dana Kralisch: eine Wundauflage auf Basis reiner Zellulose. Damit können großflächige Brandwunden schnell und schmerzfrei behandelt werden. Auch in der Nachbehandlung von Lasertherapien kommt das Produkt zum Einsatz. Anders als bei herkömmlichen Pflastern handelt es sich um ein feuchtes, halbtransparentes und vollbiologisches Material. Die Technologie zur kontinuierlichen Gewinnung des hochleistungsfähigen Biomaterials gilt als weltweit einzigartig.

Branche: Biotechnologie/Gesundheit
Gründer: Dr. Nadine Heßler, Dr. Dana Kralisch
Gründungsjahr: 2012
Sitz: Jena

Fortsetzung folgt mit Teil 4.

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