Wirtschaft in Südbrandenburg fordert Geschlossenheit

Cottbus. Die IHK Cottbus appelliert an Geschlossenheit und Professionalität für die Organisation des Strukturwandels. Die Energiewende und der Ausstieg aus der Braunkohle konfrontiert die Lausitz mit gravierenden strukturellen Veränderungen durch den bevorstehenden Wegfall eines ganzen Wirtschaftszweiges. Verglichen mit anderen Kohlerevieren hängen dabei in der Lausitz mehr Jobs von der Braunkohle und der Energiewirtschaft ab, die als wichtiger Industriezweig einen erheblichen Anteil an der Bruttowertschöpfung der Region und Brandenburgs gesamter Wirtschaftskraft hat.

„Wir freuen uns, dass der größte Teil der Brandenburger die besondere Situation der Lausitz anerkennt. Denn angesichts der gewaltigen Herausforderungen des Strukturwandels sind missgünstige Reaktionen auf die zugesagten Strukturhilfen unproduktiv. Denn die Gefahr eines zweiten Strukturbruchs in der Lausitz hat existenzielle Konsequenzen weit über die Lausitz hinaus.“, mahnt Marcus Tolle, Hauptgeschaftsführer der IHK Cottbus.
„Zweifelsohne ist das Thema Strukturwandel brisant auch für andere Regionen Brandenburgs und Deutschlands, die um gleichwertige Lebensverhältnisse ringen. Aber hier darf nicht vergessen werden, dass die Lausitz mit dem Kohleausstieg zwangsläufig für den Klimaschutz in Vorleistung tritt. Das sollte geschlossen unterstützt werden“, fordert Tolle.
Ziel des Strukturwandels ist es, dass die Wertschöpfung in der Region fortbesteht und folgende Generationen eine Perspektive haben.
Deshalb fordert die Südbrandenburger Wirtschaft für einen erfolgreichen Strukturwandel:
1.    zügige Schaffung einer verbindlichen Gesetzesgrundlage
2.    mehr direkte Förderung von Wertschöpfung durch Unternehmensinvestitionen
3.    Sicherstellung der Finanzierung
4.    Einbindung der anderen strukturschwachen Regionen Brandenburgs in Projekte für die Lausitz  Mehr.

 

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