ifo-Index: Stimmung bei sächsischen Unternehmer sinkt

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Die Stimmung der sächsischen Unternehmer kühlte zum Jahresbeginn spürbar ab. Der ifo Geschäftsklimaindex der gesamten regionalen Wirtschaft sank von 103,0 auf 101,4 Punkte. Ausschlaggebend hierfür waren die deutlich geringeren Geschäftserwartungen der Befragungsteilnehmer. Die Lageeinschätzungen blieben derweil nahezu unverändert. In Deutschland insgesamt ging das Geschäftsklima ebenfalls zurück. In Ostdeutschland blieb der Index konstant; allerdings war hier bereits in den Vormonaten ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen.

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Quelle: ifo Institut – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e.V.

Beschäftigungsbarometer Sachsen

Das Beschäftigungsbarometer der sächsischen Wirtschaft sank zum Jahresbeginn geringfügig. Ausschlaggebend hierfür waren die rückläufigen Beschäftigungserwartungen der Industrie. In allen anderen Bereichen der regionalen Wirtschaft stiegen die Erwartungen leicht.

Stimmung der sächsischen Industrie kühlt sich ab

Im Verarbeitenden Gewerbe Sachsens kühlte sich die Stimmung leicht ab. Die Lageeinschätzungen der Befragungsteilnehmer sanken im Januar überaus kräftig. Ihre Erwartungen für die kommenden sechs Monate stiegen hingegen deutlich. Die Kapazitätsauslastung der Befragungsteilnehmer sank von 83,8 auf 82,8 Prozent. Während sich die Stimmung bei den Vorleistungsgüterproduzenten verbesserte, ließ diese bei den Investitions- und Konsumgüterproduzenten nach.

Stimmung des sächsischen Bau kühlt sich ab

Im sächsischen Bauhauptgewerbe sank der Geschäftsklimaindex kräftig. Die befragten Bauunternehmer korrigierten ihre Lageeinschätzungen und ihre Geschäftserwartungen überaus deutlich nach unten, auch wenn der Geschäftsklimaindex weiterhin deutlich über dem langjährigen Durchschnitt rangiert. Fast 60 Prozent der befragten Bauunternehmer klagten zum Jahresbeginn über schlechte Witterungsbedingungen. Darüber hinaus sanken die Baupreiserwartungen deutlich.

Die Stimmung des sächsischen Handels steigt leicht

Im sächsischen Handel stieg das Geschäftsklima geringfügig. Die Handelsunternehmer waren mit ihren laufenden Geschäften unverändert zufrieden. Ihr Ausblick auf die kommenden sechs Monate hellte sich leicht auf. Während die Stimmung der befragten Großhändler etwas zulegte, sank die Stimmung der Einzelhändler.

Stimmung der sächsischen Dienstleister lässt nach

Im sächsischen Dienstleistungssektor ließ die Stimmung spürbar nach. Maßgeblich hierfür war der sehr kräftige Rückgang der Geschäftserwartungen. Die Lageeinschätzungen verbesserten sich etwas.

 

Alle Texte beziehen sich auf die nicht geglätteten Werte der Konjunkturumfragen.

Foto: ifo

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