Thüringer Autozulieferer MITEC stellt Insolvenzantrag

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Eisenach. Der Autozulieferer MITEC Automotive AG hat Insolvenzantrag gestellt – nur wenige Tage nach einem für das Eisenacher Unternehmen negativen Entscheid im Rechtsstreit mit dem US-Autoriesen Ford, berichtet die Thüringer Allgemeine. Das war der letzte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht habe, erklärte gestern eine Sprecherin von MITEC. Der Thüringer Zulieferer kämpft seit geraumer Zeit mit Problemen. Produziert werden Bauteile rund um die Antriebstechniken. „Die Hauptursache liegt offensichtlich darin, dass einzelne Großkunden vertraglich vereinbarte Absatzmengen nicht abgenommen haben“, bedauerte Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) den Schritt. MITEC sei ein Vorzeigeunternehmen des Automobilstandortes Thüringen, „der Weg in die Insolvenz ist deshalb umso bitterer“. Das Land ist über die Thüringer Industriebeteiligungsgesellschaft (TIB) mit 5,5 Millionen Euro an MITEC beteiligt. Deshalb habe man auch Interesse daran, „im Gläubigerausschuss mitzuarbeiten“, erklärte Matthias Wierlacher, Vorstand der Thüringer Aufbaubank. Der Geschäftsbetrieb soll vorerst weiterlaufen, Restrukturierungsmaßnahmen sind bereits eingeleitet. Auch die Löhne und Gehälter seien durch das Insolvenzgeld gesichert. Letztlich werde man aber um einen Stellenabbau nicht herumkommen, so die Sprecherin des Unternehmens. Wie viele Arbeitsplätze betroffen seien, könne man jedoch noch nicht sagen. Mitec beschäftigt in Eisenach und dem nahen Krauthausen etwa 650 Mitarbeiter, rund 360 weitere Angestellte hat das Unternehmen in China und den USA. Mehr

Foto: MITEC Automotive AG

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