IWH-Chef Gropp: Wir haben die Städte vernachlässigt

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Frankfurt (Oder). Firmen im Osten sind oft weniger produktiv als vergleichbare Unternehmen im Westen. Das ist das Ergebnis einer Studie des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH). Die Märkische Oderzeitung sprach mit IWH-Präsident Reint E. Gropp über Förderpolitik in ostdeutschen Regionen wie der Uckermark. MOZ: Ostdeutsche Unternehmen sind 20 bis 25 Prozent weniger produktiv als die im Westen. Das hat eine Analyse Ihres Instituts ergeben. Was genau haben Sie untersucht? Gropp: Wir haben uns Unternehmen angeschaut mit der gleichen Größe, die im gleichen Sektor unterwegs sind, zum Teil sogar die gleichen Produkte herstellen, und haben die Produktivität verglichen. Dabei haben wir festgestellt, dass die Produktivität ostdeutscher Unternehmen 20 bis 25 Prozent unter der vergleichbarer westdeutscher Firmen liegt. MOZ: Hat Sie das überrascht – fast 30 Jahre nach der Wende? Gropp: Ja, das hat uns schon überrascht. Es ist ja bekannt, dass die ostdeutsche Wirtschaft um 25 bis 30 Prozent weniger produktiv ist als die westdeutsche. Die gängige Meinung dazu war bisher, dass das mit der Struktur der Wirtschaft im Osten zu tun hat. Es gibt dort weniger große Unternehmen, die meist produktiver sind als kleine. Mehr

Foto: Fotostudio Freistil

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