Ministerpräsident Haseloff: Sanftes Braunkohle-Aus kostet 60 Milliarden Euro

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Magdeburg. Um den Ausstieg aus der Braunkohle für die Beschäftigten sozialverträglich zu gestalten, müssen Industrie und öffentliche Hand nach Einschätzung von Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) mindestens 60 Milliarden Euro in die Hand nehmen. Diese Summe sei für den Aufbau von Ersatzarbeitsplätzen und eine Verbesserung der Infrastruktur nötig, erklärte der CDU-Politiker jüngst am Rande eines Treffens der Kohle-Kommission. Der Bund stellte zunächst 1,5 Milliarden Euro an Hilfen für die drei deutschen Kohlereviere in Aussicht, berichtet das Handelsblatt. Die Kommission soll bis Jahresende einen Fahrplan für ein Kohle-Aus festlegen – und wie sich mit konkreten Projekten und Ansiedlungen der Wegfall von zehntausenden Jobs kompensieren lässt. Es sei entscheidend, neue Industriejobs in der Region zu schaffen, sagte Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Armin Willingmann (SPD). Zudem sollte die Forschung und Entwicklung gestärkt werden. Eine Idee sei, an der Uni Halle ein interdisziplinäres Zentrum zur Erforschung des Strukturwandels einzurichten. Mehr

Foto: Rainer Weisflog

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