Unternehmerverband fordert Fakultät für Ingenieurwissenschaften an Uni Greifswald

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Greifswald. Mit einem Offenen Brief haben sich Unternehmer aus Vorpommern an die Landesregierung gewandt. Das Schreiben ist Ergebnis der jüngsten Wirtschaftsgespräche des Unternehmerverbandes Vorpommern, zu denen der Verbandsvorstand rund 50 Unternehmer sowie Kommunalpolitiker, Vertreter von Berufsbildungseinrichtungen und zudem den Geschäftsführer der Vereinigung der Unternehmensverbände MV Sven Müller auf den Schoner „Weiße Düne“ eingeladen hatte.
Der Unternehmerverband Vorpommern, der derzeit 250 Mitgliedsunternehmen zählt, will die wirtschaftliche Entwicklung der Region vorantreiben und sucht dafür den Schulterschluss mit den Verantwortungsträgern in Land und Bund, bekräftigte der neue Geschäftsführer des Unternehmerverbandes Vorpommern Jens Feißel während der Ausfahrt mit der „Weißen Düne“. Der Offene Brief an die Landesregierung benennt wirtschaftliche Hemmnisse und fordert pragmatische Lösungen ein: 1. Ausbau der Mobilfunkstandorte für ganz Vorpommern, 2. Ansiedlung einer Fakultät für Ingenieurwissenschaften an der Uni Greifswald, 3. Ausbildung ausländischer Fachkräfte, um dem Fachkräftemangel zu begegnen und 4. ein übergreifendes Verkehrskonzept für die Insel Usedom.
Die derzeit rückläufigen Studentenzahlen an der Universität Greifswald wertete der Präsident des Unternehmerverbandes Gerold Jürgens als „Ausdruck schwindender Standortvorteile.“ Uni, Stadt und Land seien gefordert, dem entgegenzuwirken. „Wir brauchen eine wirtschaftsnahe, universitäre Forschung. Mit der Ansiedlung einer Fakultät für Ingenieurwissenschaften an der Universität Greifswald wird die gesamte Region aufgewertet“, betonte Gerold Jürgens. Die Universität als größter Arbeitgeber in Greifswald muss über die bestehenden Forschungsbereiche hinaus eine stärkere Anbindung an die regionalen Wirtschaftsunternehmen erhalten. Die Wirtschaft benötige dringend den fachlichen Nachwuchs. Viele Technologieunternehmen würden davon profitieren und selbst die Medizinerausbildung verlange heute technisches Know-how. „Fachkräfte aus und für die Region, das ist unser Ziel“. Mehr

Foto: Anette Pröber

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