Michael Ermrich – alter und neuer OSV-Präsident?

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Berlin/Dresden. Wer ab Juli 2019 Präsident des Ostdeutschen Sparkassenverbandes (OSV) sein wird, soll erst die Mitgliederversammlung am 24. Oktober entscheiden. Doch schon jetzt zeichnet sich ab, dass es zwei Verlierer geben wird, berichtet die Freie Presse. Neben Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) und dem Bautzener Landrat Michael Harig (CDU) hat sich erneut der Amtsinhaber Michael Ermrich (CDU) beworben. Dem 65 Jahre alten Ex-Landrat aus dem Harz ist die Nominierung durch den OSV-Vorstand am 27. September nicht zu nehmen, wenn beide Sachsen dort gegen ihn antreten. An der Empfehlung käme dann auch die Verbandsversammlung vier Wochen später nicht vorbei, obwohl der Posten eigentlich für einen Sachsen vorgesehen war. Sowohl Harig als auch Jung hatten vor Monaten ihre Bereitschaft zur Kandidatur erklärt. Ein wesentlicher Grund dürfte die üppige Vergütung sein: Der OSV-Job ist mit jährlich mehr als 400.000 Euro dotiert. Dafür hätten sowohl Harig als auch Jung ihre politisch einflussreicheren, aber viel geringer vergüteten Posten sogar vorfristig aufgegeben. Dass der Machtkampf zwischen Jung und Harig dazu führte, dass in der Öffentlichkeit immer wieder die Gehaltsklasse thematisiert wurde, missfiel Sparkassenvorständen und Kommunalvertretern. Auch das ebnete den Weg für den vor wenigen Wochen vom Landkreistag Sachsen-Anhalt vorgeschlagenen Ermrich, der womöglich statt bis 2025 nur bis 2021 im Amt bleiben will. Auch aus Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg erfährt Ermrich Unterstützung. Mehr

Foto: OSV

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