Thüringens Ministerpräsident Ramelow fordert wissenschaftliche Aufarbeitung der Treuhand-Aktivitäten

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Erfurt. Thüringens Ministerpräsident Ramelow hält es für geboten, die Tätigkeit der Treuhandanstalt wissenschaftlich aufzuarbeiten, berichtet der Deutschlandfunk. Der Linken-Politiker verwies zur Begründung auch auf die Stimmungslage in Ostdeutschland. Ramelow sagte der Welt am Sonntag, dort hätten viele Menschen das Gefühl, sie würden wie Bürger zweiter Klasse behandelt. Dieser Eindruck stamme noch aus der Zeit, als die Treuhand das Zepter geführt habe. An dieses Gefühl knüpfe nun die AfD an. Die Treuhandanstalt war nach der Wiedervereinigung für die Privatisierung der DDR-Staatsbetriebe zuständig. Tausende Betriebe wurden abgewickelt, viele Menschen wurden arbeitslos. Der Ostbeauftragte der SPD, Sachsens Wirtschaftsminister Dulig, sprach sich zuletzt für eine Wahrheits- oder Versöhnungskommission aus, um eine gesamtdeutsche Aufarbeitung der Nachwendezeit vorzunehmen. Mehr

Foto: W+M

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