Nächster Rückschlag für das Großprojekt Prora an der Ostsee

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Prora. Nachdem die Inhaberfirma von Block 1 des riesigen Prorarer Gebäudekomplexes an der Ostseeküste Insolvenz angemeldet hat, ist unklar, wie es mit dem Projekt weitergehen wird. Den Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens der Wohnen in Prora Vermögensverwaltungs GmbH & Co. KG hatte das Amtsgericht Berlin-Charlottenburg bekannt gegeben, berichtet die Sächsische Zeitung. Der Geschäftsführerin zufolge sind die Bauarbeiten weit fortgeschritten – dennoch habe die Bank das Darlehen nicht verlängert. „Wir werden alles dafür tun, das Vorhaben zu Ende zu bringen“, hatte sie dazu gesagt. Angaben zufolge schulden die Gesellschafter den Banken 24 Millionen Euro – und mehr als neun Millionen Euro sind nicht durch Vermögenswerte gedeckt. Die Immobilienfirma hatte den etwa 450 Meter langen Gebäudeteil im Jahr 2012 gekauft, wollte ihn sanieren und 280 Eigentumswohnungen errichten. Der Block ist einer von noch fünf erhaltenen Blöcken des riesigen Gebäudekomplexes aus der NS-Zeit. Die Nationalsozialisten nannten ihr Vorhaben „Bad der 20.000“. So viele Menschen sollten im KdF-Bad später gleichzeitig Urlaub machen können. Vollständig fertiggestellt wurde das ursprünglich 4,5 Kilometer lange Ensemble an der östlichen Küste Rügens nördlich von Binz jedoch nie. Mehr

Foto: Pixabay

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