Berlins Touristenbusse sollen elektrisch fahren

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Berlin. Rund 100 Sightseeing-Busse chauffieren Touristen aus aller Welt durch Berlin. Die Sehenswürdigkeiten liegen dabei nicht nur am Straßenrand – die Busse selbst zählen auch dazu. Die Doppeldecker sind meist Oldtimer aus alten BVG-Beständen, seit 30 und mehr Jahren in Betrieb, historische Vorfahren des modernen ÖPNV. Doch ihre lauten, stinkenden Dieselmotoren verpesten vor allem in der Sommersaison die Stadtluft. Das soll sich nun bald ändern, berichtet der Tagesspiegel. Drei Unternehmen wollen gemeinsam alle alten Dieselbusse zu Elektrobussen umbauen. 2019 sollen die ersten „sauberen“ Fahrezeuge auf die Straßen kommen, kündigen der kürzlich gegründete Fahrzeugaufbauer Tassima, der Zulieferer Ziehl-Abegg und der Entwicklungsdienstleister IAV an. „2019 wollen wir 25 Busse umbauen, 2020 könnten es 100 werden“, sagt Roland Prejawa, Aufsichtsratschef von Tassima. Seine Vision: Jedes Jahr 150 bis 200 Diesel-Busse zu elektrifizieren. Dazu soll im ersten Quartal 2019 eine 7.000 Quadratmeter große Fertigungshalle im brandenburgischen Ragow, südlich von Schönefeld, gebaut werden. „Im zweiten Quartal sind die ersten Elektrobusse fertig“, kündigt Prejawa an. Den Kunden wird eine alltagstaugliche Technik versprochen. „Wir garantieren, dass umgebaute Oldtimer mindestens noch zehn Jahre elektrisch fahren“, sagt Prejawa. Die Reichweite der Busse, deren Batterien eine Kapazität von 150 Kilowattstunden haben sollen, werde bei 120 Kilometern liegen. Aufgeladen werden sie bei den Betreibern. Wer das teuerste Bauteil, die Batterie, liefert, ist noch offen. „Wir testen während der Entwicklungsphase mehrere Anbieter.“ Mehr

Foto: Pixabay

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