Prekäre Beschäftigungssituationen in Filmbranche der Hauptstadtregion

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Berlin-Brandenburg. Berlin und Potsdam-Babelsberg gehören zu den bekanntesten Filmstandorten Deutschlands. Dutzende Fernsehserien, TV- und Kinofilme wurden in den vergangenen Jahren hier produziert, darunter viele internationale Produktionen. Dennoch kann nur ein Drittel der Film- und Fernsehschaffenden in Berlin und Brandenburg von den Einnahmen aus seiner Kerntätigkeit leben, berichtet rbb24. Zu diesem Schluss kommt eine Studie, die von Linksfraktionen im Brandenburger Landtag und dem Berliner Abgeordnetenhaus in Auftrag gegeben wurde. Fast 70 Prozent der Befragten sind demnach auf zusätzliche Einnahmen inner- oder außerhalb der Film- und Fernsehwirtschaft angewiesen. In der Branche würden Honorare und Gagen nur sehr selten auf Tarifniveau gezahlt, Überstunden- oder Arbeitszeitregelungen durch die Arbeitgeber häufig ignoriert. Bei Filmschaffenden sei der Lohn zudem deutlich niedriger als bei Fernsehschaffenden. Aufgeschlüsselt nach Geschlecht oder Alter der Filmschaffenden werden weitere, teilweise extreme Unterschiede deutlich. Männer verdienen im Durchschnitt 50 Prozent mehr als Frauen (44.216 Euro gegenüber 30.663 Euro). Bei den Unter-30-Jährigen ergab sich ein durchschnittliches Brutto-Jahreseinkommen von 14.861 Euro – deutlich weniger als in älteren Altersgruppen. 40- bis 49-Jährige verdienten zum Beispiel 44.835 Euro im Mittel. Die schlechte Situation vieler Filmschaffender hat Konsequenzen für die Altersvorsorge. Sieben Prozent der Befragten aus der Region hätten gar nicht vorgesorgt, besagt die Studie. 60 Prozent bezeichneten ihre Vorsorge als unzureichend. Mehr

Foto: Pixabay

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