Doppelt so viele Hartz-IV-Klagen im Osten

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Berlin. In Ostdeutschland ist der Anteil der Menschen, die gegen Hartz-IV-Bescheide klagen, mehr als doppelt so hoch wie im Westen, berichtet die Märkische Oderzeitung. Im Mai 2018 waren deutschlandweit 178.174 Hartz-IV-Klagen anhängig, davon 89.836 in Ostdeutschland. Das geht aus einer Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage des Linken-Bundestagsabgeordneten Matthias Höhn hervor. Setzt man diese Zahlen ins Verhältnis zur Zahl der sogenannten Hartz-IV-Bedarfsgemeinschaften, ergebe sich ein Anteil von 10,4 Prozent in Ostdeutschland und von 3,9 Prozent im Westen. Deutschlandweit gibt es indes weniger Widersprüche. Im Mai hatte die Bundesagentur für Arbeit berichtet, dass im vergangenen Jahr rund 640.000 Widersprüche und 111.600 Klagen eingereicht worden waren. Das waren 8.800 Widersprüche und 3.400 Klagen weniger als im Jahr 2016. Gleichzeitig hatte sich die Zahl der Leistungsberechtigten um 137.000 auf 6,1 Millionen erhöht. In den Bescheiden geht es vor allem um die monatlichen Leistungen, welche die Menschen bekommen, aber auch um Sanktionen oder um Reise- und Bewerbungskosten. Mehr

Foto: Berthold Bronisz/pixelio.de

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