Ansturm auf Rente mit 63 in Sachsen-Anhalt

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Magdeburg. Seit 1. Juli 2014 können Langgediente, die 45 Jahre gearbeitet haben, ohne Abzüge ab 63 in Rente gehen. Das Modell ist in Sachsen-Anhalt gefragt. Allein der größte regionale Träger, die Deutsche Rentenversicherung (DRV) Mitteldeutschland, zählt seit 2015 rund 6.000 Anträge pro Jahr, berichtet die Magdeburger Volksstimme. Die Zahlen sind beachtlich vor dem Hintergrund, dass im selben Zeitraum jährlich insgesamt nur gut 15.000 Anträge auf Altersrente eingingen. Damit nahm mehr als jeder Dritte DRV-Versicherte im Land die Möglichkeit in Anspruch, vor der regulären Altersgrenze aus dem Beruf auszuscheiden. Der Trend schlägt sich im durchschnittlichen Renteneintrittsalter nieder. Zwischen 2014 und 2016 nahm es bei DRV-Versicherten in Sachsen-Anhalt von 63,6 Jahren auf 63,3 Jahre ab. Das widerspricht den Zielen der Politik: Weil immer weniger Junge für das Ruhestandsgeld von immer mehr Älteren aufkommen müssen, hatte die Große Koalition 2007 beschlossen, stufenweise die Rente mit 67 einzuführen. Für den Jahrgang 1953 etwa gilt bei der klassischen Rente so bereits ein Eintrittsalter von 65 Jahren und sieben Monaten. Mehr

Foto: Pixabay

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