Größter ostdeutscher Rangierbahnhof in Halle eröffnet

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Halle. Der neue alte Güterbahnhof Halle-Nord rückt ins Rampenlicht – nicht nur, wenn dort 1.130 LED-Lampen an 650 Masten die Nacht zum Tag machen. Jüngst wurde dort nach viereinhalb Jahren Bauzeit eine der modernsten Anlagen Europas eröffnet, berichtet die Sächsische Zeitung. Als Knoten für den ganzen Osten gehört der Rangierbahnhof, im Bahnsprech „Zugbildungsanlage“, zu den sechs großen in Deutschland. Binnen einer Stunde können 120 Waggons neu sortiert werden: von funkferngesteuerten Rangierloks über einen Ablaufberg gestoßen und aus einer Bedienkanzel digital so gesteuert, dass sie exakt am vorherigen Wagen anlanden. Notfalls schiebt eine automatische Förderanlage die Waggons über die letzten Meter. Modernisierung und Erweiterung der 130 Jahre alten Anlage erfolgten parallel zum Bau der im Dezember eröffneten Hochgeschwindigkeitstraße Berlin–Nürnberg. Gut 130 Weichen und 42 Kilometer Gleise wurden erneuert. Der Bund investierte 150 Millionen, die Deutsche Bahn (DB) weitere 30 Millionen Euro in den Verkehrsknoten. Ursprünglich waren die Gesamtkosten mit 120 Millionen Euro veranschlagt worden und eine Teilinbetriebnahme Ende 2015 vorgesehen. Der Komplex sollte schon im April letzten Jahres komplett am Netz sein. Mehr

Foto: Bahntech/Wikimedia Commons

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