Berlins Wirtschaftssenatorin sieht Berlin künftig als Einzahlerland

0
63

Berlin. Berlins Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) sieht Berlin künftig als Einzahlerland im Länderfinanzausgleich. Im Interview mit den Potsdamer Neuesten Nachrichten antwortete sie auf die Frage, ob der Wirtschaftsstandort für Konzerne vielleicht doch nicht so attraktiv sei: „Es ist hämisch, wenn es heißt, es gäbe keine andere europäische Hauptstadt, die wirtschaftlich einen solchen Aufholbedarf hat wie Berlin. Es gibt schließlich auch keine Hauptstadt in Europa, die eine solche Teilung mitsamt dem wirtschaftlichen Niedergang erlebt hat. Das gehört zur Wahrheit dazu. Wenn man sich heute die Zahlen anschaut, ist Berlin im Statusvergleich zu Paris oder London nicht so weit. Wir nehmen aber derzeit unglaublich an Dynamik und an Fahrt auf mit einem Wirtschaftswachstum über dem Bundesdurchschnitt, und ich glaube, dass Berlin früher oder später im Länderfinanzausgleich zum Einzahlerland aufsteigen wird.“ Auf die Nachfrage nach einem Zeitrahmen für diese Entwicklung, Pop weiter: „Nicht in den nächsten zwei oder drei Jahren, etwas länger brauchen wir schon noch. Für die alte Industriewelt kann es mitunter auch schmerzhaft sein, sich in eine neue zu transformieren. Aber für diese neue Welt der digitalen Industrie sind wir gut aufgestellt. Wir sehen, dass sich Cluster hier in Berlin entwickeln, die es anderswo nicht gibt. Wir haben das Potenzial an Talenten und Fachkräften der Digitalwirtschaft, sodass die Unternehmen gezwungen sind, nach Berlin zu kommen, weil die Leute eben nicht nach – jetzt muss ich aufpassen, dass ich nichts Falsches sage – sonst wohin ziehen wollen. Wer aus dem Silicon Valley kommt, geht eben nicht nach Münster.“ Mehr

Foto: Hoffotografen

Hinterlassen Sie eine Nachricht

Please enter your comment!
Please enter your name here