Ab 2023 soll der Ost-Strom nicht mehr teurer sein

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Dresden. Über dieses Problem verhandeln Politiker seit Jahren, und die Lösung wird nun auch noch einige Jahre dauern: Strom ist in Ostdeutschland durchweg teurer als im Westen. Ab 2023 aber sollen die Preise für die Netznutzung in Ost und West gleich sein, teilte Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) jüngst mit. Der Bundesrat habe eine Verordnung beschlossen, berichtet die Sächsische Zeitung. Laut Dulig zahlen ostdeutsche Haushaltsstromkunden für jede Kilowattstunde vier Cent mehr als in den alten Ländern. Das bedeute für eine Familie mit 3.500 Kilowattstunden Verbrauch im Jahr 140 Euro Mehrkosten. Ostdeutsche Politiker haben diesen Unterschied seit Jahren beklagt, aber zugleich Gründe genannt: In Ostdeutschland seien seit der Wende mehr Investitionen in die Leitungen geflossen, also höhere Kosten entstanden. Außerdem mussten große Windparks im Nordosten angeschlossen werden – und bei gutem Wind konnte nicht der gesamte Strom verkauft werden, sodass Entschädigungen an Stromerzeuger bezahlt wurden. Bisher scheiterte die Ost-West-Angleichung auch daran, dass westdeutsche Politiker eine zusätzliche Preiserhöhung im Westen fürchteten. Dulig verspricht in seiner Mitteilung auch keine Preissenkung für den Osten, sondern will die Kosten „auf allen Schultern verteilen“. Mehr

Foto: Pixabay

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