ifo-Studie: Vergrößernde Ungleichheit zwischen Ost und West ist ein Märchen

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München. Häufig wird in Deutschland und der EU beklagt, dass sich die Schere zwischen reichen und armen Regionen immer schneller und weiter öffne. Dem Münchener ifo-Institut zufolge ist das allerdings eine Mär: „Die gemessene Ungleichheit zwischen den deutschen Regionen ist seit der Jahrtausendwende nicht gestiegen, sondern deutlich rückläufig“, sagt Gabriel Felbermayr, Leiter des Zentrums für Außenwirtschaft am ifo-Institut. Das gelte insbesondere für Ostdeutschland, aber auch für die gesamte Bundesrepublik, berichtet die WELT. Und in Europa sei das Niveau der Ungleichheit zwar insgesamt weit höher als in Deutschland. Zwischen den reichsten und ärmsten Regionen gebe es tatsächlich beträchtliche Wohlstandsunterschiede. Die sinkende Arbeitslosigkeit in Ostdeutschland als Folge der Agenda 2010 habe aber Wanderungsbewegungen befördert, so Felbermayr. „Die Reformen haben die Anreize erhöht, in Regionen mit höherem Arbeitsangebot umzuziehen.“ Zudem war im Osten auch das Wirtschaftswachstum höher. „Wenn behauptet wird, dass es eine immer größer werdende regionale Ungleichheit in Deutschland gibt, so ist das nicht haltbar“, sagt der Volkswirt. Mehr

Foto: ifo Dresden

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