Woidke: Osten muss stärker die Ellenbogen ausfahren

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Dresden. Brandenburgs Regierungschef Dietmar Woidke (SPD) hat die ostdeutschen Länder zu Selbstvertrauen und Zusammenhalt aufgerufen. Man sei dringend darauf angewiesen, „Gemeinsamkeiten stärker zu betonen und Interessen gemeinsam durchzusetzen“, sagte er jüngst in Dresden. „Wir müssen im Osten – bei allem Stolz auf das Erreichte – noch stärker die Ellenbogen ausfahren“, zitiert die Mitteldeutsche Zeitung den SPD-Politiker. Ihm sei bewusst, dass sich auch in Westdeutschland Regionen in einer schwierigen Lage befänden. Doch auch knapp drei Jahrzehnte nach der Wende in der DDR klaffe die Lücke vor allem zwischen Ost- und Westdeutschland – bei der Wirtschaftskraft genauso wie bei Einkommen, dem Steueraufkommen und anderswo: „Das ist nicht akzeptabel.“ Woidke sieht den Osten nicht zuletzt in der Forschungslandschaft benachteiligt. In westdeutschen Flächenländern gebe es deutlich mehr Beschäftigte in außeruniversitären Forschungseinrichtungen: „Dazu kommt, dass wir in Ostdeutschland mangels großer Konzerne so gut wie keine Industrieforschung haben.“ Brandenburg bemühe sich um die Ansiedlung eines Fraunhofer-Institutes für das Management von Energiesystemen und werde dabei von Sachsen unterstützt. „Wir brauchen Zukunftsinvestitionen“, so Woidke. Mehr

Foto: W+M/Torsten George

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