OECD-Studie: Migranten in Ostdeutschland besser gebildet

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Berlin. In den ostdeutschen Bundesländern leben weniger und höher gebildete Ausländer als in den westdeutschen Ländern – und trotzdem werden die Zugezogenen dort weniger akzeptiert. Darauf machte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) aufmerksam, berichtet der Nordkurier. „Während nur jeder Zweite in Ostdeutschland seine Gegend für einen guten Platz für Migranten hält, ist das im Westen bei rund vier von fünf Personen der Fall”, sagte Thomas Liebig, leitender Ökonom der OECD-Abteilung für Internationale Migration. Liebig ist Mitautor einer aktuellen einschlägigen OECD-Studie zum Thema. Der Anteil der Menschen, die im Ausland geboren sind, sei in den Ostländern deutlich geringer, wie die Zahlen der OECD aufgeschlüsselt auf die Regionen zeigen. In Mecklenburg-Vorpommern leben rund 1,6 Millionen Menschen, 8,4 Prozent davon sind der Studie zufolge Ausländer. In Brandenburg trifft dies auf 7,4 Prozent der Einwohner zu. Zum Vergleich: In Baden-Württemberg beträgt dieser Anteil 19,1 und in Bayern 15,7 Prozent. In Thüringen sind es nur 5,9 und in Sachsen 6,3 Prozent. Im Bundesschnitt beträgt dieser Wert 14 Prozent. Beim Thema Bildung gehen die Zahlen nicht ganz so weit auseinander. In Mecklenburg-Vorpommern haben der OECD-Studie zufolge Migranten und Einheimische zu jeweils 25 Prozent gemessen an ihrer Bevölkerungsgruppe eine höhere beziehungsweise akademische Bildung. In Brandenburg sind die Menschen fast gleichauf, 29 Prozent der Einheimischen und 30 Prozent der Migranten haben dort eine höhere Bildung. In Baden-Württemberg haben 22 Prozent der Migranten eine höhere Bildung während dies auf rund 33 Prozent der einheimischen Bevölkerung zutrifft. In Nordrhein-Westfalen haben 17 Prozent der Migranten und 26 Prozent der Einheimischen eine höhere Bildung. Mehr

Foto: Pixabay

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